Masse-Reich

„A good many times I have been present at gatherings of people who, by the standards of the traditional culture, are thought highly educated and who have with considerable gusto been expressing their incredulity at the illiteracy of scientists. Once or twice I have been provoked and have asked the company how many of them could describe the Second Law of Thermodynamics. The response was cold: it was also negative. Yet I was asking something which is about the scientific equivalent of: ‚Have you read a work of Shakespeare’s?‘

I now believe that if I had asked an even simpler question – such as, What do you mean by mass, or acceleration, which is the scientific equivalent of saying, ‚Can you read?‘ – not more than one in ten of the highly educated would have felt that I was speaking the same language. So the great edifice of modern physics goes up, and the majority of the cleverest people in the western world have about as much insight into it as their Neolithic ancestors would have had.“

Charles Percy Snow, The two Cultures, 1959

Arthur Schnitzler, oder von dem alten Kinderspiel: Versteckspielen,
in dem einer sich zur Wand dreht, die Augen schließen muss und langsam bis Zehn zählt. Wenn er fertig gezählt hat, darf er sich umdrehen und mit dem Suchen anfangen.

Wollte man das 20igste Jahrhundert auf sein empfindliches Grundthema reduzieren und darin variieren, dann müsste es ungefähr so lauten:

„Das hat sich niemand vorstellen können.“

„Das war unvorstellbar.“

„Das übertraf jede Vorstellungskraft.“

„Das konnte sich niemand vorstellen.“

„Völlig unvorstellbar.“

„Niemand hätte sich so etwas vorstellen können. Unmöglich.“

„Wir konnten es uns nicht vorstellen.“

DIE VORSTELLUNG…

nennt man seit geraumer Zeit auch eine Vor-Stellung auf einer Theaterbühne.
oder auf einer Kinoleinwand.

Heute Abend keine Vorstellung.

Was ist eigentlich eine Bühne?

Zu klären wäre der Unterschied zwischen DAR-STELLUNG und VOR-STELLUNG, zwischen Ein-sicht und An-sicht.

In Arthur Schnitzlers Stück: „Das weite Land.“ gibt es eine für das kommende 20igste Jahrhundert paradigmatische Konstellation:

Die Hauptfigur des Stückes, ein gewisser Friedrich Hofreiter, ist ein Glüh“birnen“fabrikant.

Damals um die Jahrhundertwende herum wird die Figur Hofreiter von Arthur Schnitzler entworfen als ein Vertreter der neu heraufziehenden technologischen Moderne.

Die Glüh“birnen“fabrikation ernährt die Figur Hofreiter, macht ihn reich – aber:
Die technologische Fabrik selbst bleibt im Hintergrund der Bühnenhandlung.

Sie spielt in dem Stück selbst „keine Rolle auf der Bühne“.
Sogar in Schnitzlers Botenberichten von Geschehnissen „hinter der Bühne“
hört man nichts oder nur ganz beiläufiges von der Glühbirnenfabrikation in einem technologischen Sinne.

„Seine Glühlbirnen erobern jetzt die Welt.“ – das wird einmal gesagt, flüchtig.

Schnitzlers Hauptfigur Hofreiter wird eingeführt als der Glühbirnenfabrikant.

Aber auf der Bühne selbst ist die Glühlampen-Fabrikation nicht direkt Handlungs-Thema.

Die Handlungs-Themen auf Arthur Schnitzlers Bühne sind das hektische Fremdgehen, sexualistische Eskapaden und die damals schon sehr beliebte Frage, wer mit wem ein „Verhältnis“ hat.

Der Glühbirnenfabrikant auf Schnitzlers Bühne ist alles mögliche: Ein Schwerenöter, ein Fremdgeher, ein Sportfan, ein Charmeur, ein Gatte oder in spe, ein Schürzenjäger, ein Beinahe-Duellant oder auch nicht…etc…nur als ein Glühbirnenfabrikant bleibt er beinahe STUMM.

Was an dieser Konstellation auffällig ist – und was sie so paradigmatisch macht: Es waren zu Arthur Schnitzlers Zeiten, im ausgehenden 19. Jahrhundert ausgerechnet die bürgerlichen Theaterbühnen, die als erste Gebäude überhaupt das elektrische Glühlampen-Licht in der Bühnenbeleuchtung bei sich einbauten.

Nicht selten waren es die Theaterhäuser, die in einer Stadt als erste öffentliche Gebäude das moderne elektrischen Licht zum Zwecke der Bühnenbeleuchtung für sich reklamierten und auch nutzten. Das ist gut dokumentiert.

Man könnte sagen: Die Theaterhäuser waren zu dieser Zeit sehr oft so etwas wie die technologische Avantgarde der Elektrifizierung.

Und es waren immer auch die Theaterhäuser gewesen, die mit ihrem offenen Gaslicht, bei staubtrockenen Holz-Kulissen und Deko-Stoffen, vor der Erfindung der Glühlampe, ihre Städte in eine erhebliche Feuergefahr gebracht hatten.

Theaterbrände waren keine Kleinigkeit und bedeuteten immer auch für die ganze Stadt ein erhebliches Risiko.

Dem zu Folge waren es die Theaterhäuser gewesen, die sich immer schon aufmerksam und professionell mit den Thema Brandschutz zu befassen hatten.

Aber in Arthur Schnitzlers Stück „Das weite Land“ hat die Glühbirnenfabrikation nur eine „stumme Rolle“ als Ernährerin
„hinter der Bühne.“ Sie „ernährt“ die „Figur“ des Industriellen und Glühbirnenfabrikanten Hofreiter.

Was daran komisch ist, oder vielmehr auch tragisch:
Genau in der Epoche, als die Theaterhäuser damit begannen, auf technischem Wege die Feuergefahr mit der elektrischen Bühnenbeleuchtung stärker einzudämmen – genau in der Epoche beginnen plötzlich die „Figuren auf der Bühne“ mit dem erotistischen „Feuer“ zu spielen.

Eine erotistische Kokelei, die bei Schnitzler bekanntermaßen schnell in ein entzückendes Lodern und Flammenschlagen übergreift.

Erotismus meint aber nicht Eros. Und er trifft ihn auch nicht.
Sexualismus hat nichts mit Sex zu tun.

Erotismus ist nicht der Eros.
Sexualismus ist nicht Sex.

Verliebtsein ist nicht Liebe.

Man könnte sagen: die Bühnen-Brandgefahr hatte sich mit der Erfindung der Glühlampe aus den hölzernen Kulissen und staubtrockenen Deko-Vorhängen etwas zurückgezogen und war dafür in die kokelnden psychologistischen Erotismus-Verhältnisse hinein geglüht.

Genau in dem Moment, als das Licht elektrisch wurde, loderte und flackerte das erotistische Feuer als forciertes „Thema“ der „Verhältnisse“ auf der Theaterbühne besonders auf. Ein Fabrikant des Lichts wurde zur „Figur“ einer An-Sehung.

Dieser nicht nur philosophische Vorgang gehört zu den ganz großen „Unvorstellbarkeiten“ des anbrechenden 20igsten Jahrhunderts.

Verrückt daran ist, dass Schnitzlers Stück höchstwahrscheinlich schon unter einem ersten Glühlampenlicht aufgeführt wurde, das aber nur eine „stumme“ Rolle hatte.

Stumm, aber doch für jedermann sichtbar – wenn auch: UN-GESEHEN.

Arthur Schnitzler war mit seiner sexualistischen Bühnen-Skandalizität nicht nur eine perfekte Sigmund-Freud-Begleitmusik, sondern sofort auch ein großer Erfolgsschriftsteller.

Das bürgerliche Theaterpublikum liebte ihn dafür und es wollte ihn.

Ja, Arthur, gib’s uns!

Zeig uns was Sexualistisches und Erotistisches. Zeig uns, wie getrieben und gebremst, wie hilflos und verklemmt, wie schlau oder dumm, wie zerstreut und konzentriert, wie frigide und lustvoll, wie zynisch und ratlos, wie modern und antiquiert wir sind. Wie verlogen und wahr. Zeig uns alles, Arthur Schnitzler! Mach uns fertig! Mach uns lustig! Mach uns kribbelig!

Aber zeig uns nicht unsere Glühlampen
Zeig uns keine Technik.

Zeig uns nicht unsere Technik! Zeig uns nicht unsere Rationalität! Keine Glühlampen! Keine Formeln! Keine Elektrizität! Kein Licht!

Zeig uns Feuer(lichkeit) Gib uns Fleisch!

Einen guten Bürger und Stadtbewohner erkennt man spätestens seit Arthur Schnitzler „Skandalstücken“ immer an seinem sehr gerne hyperventilierten
Skandal-Kamasutra zwischen Nietzsche und Freud.

Je bürgerlicher und braver der Bürger ist, desto mehr ventiliert und behechelt er
seine erotistischen Skandale.

Schon der ganze Sprachversatz wie „eine Affaire haben“ oder „fremd gehen“ oder „heimlich verliebt“ oder „Skandal“oder „Tabubruch“ – oder „Amour Fou“ – das sind alles Sprachversätze gepflegtester Bürgerlichkeit nach Arthur Schnitzler.

Als die Elektrizität aus dem elektromagnetischen Geist-Hirn in die Glühlampen abfloß, verschwand das Licht in den Köpfen.

Oder jedenfalls wurde es hier um einiges dunkler.

In den Köpfen wurde es zappenduster, und der Mensch kam herunter oder vielmehr: er entdeckte sich plötzlich und zuerst als die „erotistische Verhandlungsmasse“ in den „AN-Schaubaren Verhältnissen“ auf einer AN-SCHAULICHEN BÜHNE. Unhistorisch.

Erst herrlich frivolistisch kokelnd auf Schnitzlers Bühne –

später dann auf den elektrochemischen Bühnen von Verdun und anderswo.

Verhandlungs-Massen-Karambolage einer großen Verrückung

Auch Strindbergs und Ibsens Stücke leben von einer großen Stummheit.
Nicht selten sind auch hier die handelnden Figuren irgendwie immer Vertreter der neuen technologischen Rationalität. Ob als „Zeitungsherausgeber “ oder als Besitzer von fotografischen Ateliers (damals moderne Technologie), wie zum Beispiel bei Ibsens „Wildente“

Aber auf der Bühne herrscht Leidenschaftismus. Auch die „Seele“.
Aber welche Seele? Die Technik selbst bleibt stumm.

Auf der Bühne verhandelt werden nicht die Silber-Ionen, Verhandelt wird nicht der Kohlefaden der Glühlampe, nicht die Rationalität der Elektrochemie. Nicht Maxwell. Auch nicht die Stickstoffsynthese. Verhandelt wird die

„an-sehnliche Verhandlungsmasse Fleisch.“ –

mit einer irgendwie stummen aber sehr beredten Seele.

Katastrophal an dieser sich abwendenden Bewegung waren nicht „der Sex“ oder
„die Affairen“ oder „das Fremdgehen“ – oder „die allgemeine Verunsicherung“ als Bühnenhandlung.

Katastrophal daran war die „Sichtblende“ oder „das Verhängnis“ gegenüber der eigenen Rationalität in der heraufziehenden Wucht des technologischen Physio-Logos.

Die Bühnen wurden zwar elektrisch rational mit der neuen Glühbirne beleuchtet, aber Arthur Schnitzler speichelt seine Figuren besonders stark ein mit erotistischen Schwerenöten.

WES-HALB?

Das ist die „halbe“ Bühne oder die „verhangene“ Bühne des 20igsten Jahrhunderts. Das Verhängnis.

Sogar Berthold Brecht konnte später dieses technologische Modernitäts-Problem mit seiner Dramaturgie nie wirklich lösen, obwohl er es mit seinem Lehrstück zu Charles Lindberg versucht hat. Aber auch Brecht war dafür nicht reif. Auch Brecht war dafür leider naturwissenschaftlich und philosophisch zu blöd. Zu wenig gebildet.

Weil jeder, der sich mit Dramaturgie befasst, hätte im 20igsten Jahrhundert „das Schauen“ und „das Sehen“ in den elektromagnetischen Kontext der Thermodynamik und des Lichts stellen können. Sein berühmter Vers:

Denn die einen stehn im Dunkeln
Und die andern stehn im Licht.
Und man siehet die im Lichte
Die im Dunkeln sieht man nicht.

…ist auf einer Ebene der erweiterten Rationalität nicht uninteressant aber eben sehr falsch. An diesem Problem hätte er weiter arbeiten müssen. Es geht nämlich garnicht um „DIE“ – es geht um das Licht/die Sicht selbst.

Weil das nie passiert ist, deshalb bleibt auch Brechts Dramaturgie unterkomplex.

Das heißt: Gescheitert.

Überflüssig zu erwähnen, dass auch der Marxismus an einem „angeschauten“ oder be-schaulichen Menschenbild (Welt-AN-Schauung) scheiterte und scheitern musste, das heißt an der unverstandenen kosmologischen Dialektik zwischen DAR-STELLUNG (Repräsentanz im technischen Ge-STELL eines MenschenBILDES in einem BEGRIFFS-APPARAT) und der IMAGINATION (Gegen-Wart als immer wechselwirkende EINbildungskraft zwischen Geisthandeln und dauerndem technischem Natur-Licht-Handeln des Sonnen- und Bühnenlichts)

(Auch deshalb ist jeder dümmliche Leninismus – Lenin hat bekanntlich gegen Ernst Mach stark polemisiert – a la Dummkopf Dath – „ich mache Poetenfehler“ – Schwachsinn)

Heute Abend keine Vorstellung.

Die Wiener Waage.

Wien ist wirklich eine schöne Stadt. Immer noch. Ich mag sie sehr. Man kann hinfahren, um sich genüsslich allen Klischés hinzugeben, die der Stadt völlig zu Recht angeheftet werden. Und die Klischés stimmen. Man ist nicht verstimmt, wenn sich die Klischés sozusagen hemmungslos selbst bestätigen, nein, man genießt die sich hemmungslos selbstbestätigenden Klischés. Ja, es gibt in Wien diese wunderschönen Kaffeehäuser mit den manchmal irgendwie überheblich und belästigt wirkenden Kellnern; ja, nur in Wien bekommt man noch einen wirklichen Pressebaum voller – in einem wirklich schönen Deutsch geschriebener – Zeitungen; ja, nur in Wien hat man eine verzückende Auswahl an wirklichem Hochleistungs-Gebäck, Hochleistungs-Torten und Hochleistungs-Kuchen; und ja, nur in Wien kann man sich wirklich hemmungslos in zu weich gepolsterte Sitzecken hinein sinken lassen; und man versteht eigentlich sofort, warum die Psychoanalyse samt Sofa so nur in Wien erfunden werden konnte.

Es gibt in einigen wirklich schönen Wiener Kaffeehäusern Sitzecken, weichsamtig oder lederversteppt in irgendwie gewichtsverschleppender Tiefstfederung – da kann man irgendwie gar nicht anders als an Schenkel, Brüste und von feinen Schweißtröpfchen belegte Hautfalten denken; da wird einem die sexualisierte Psyche schon mit dem Mobiliar förmlich aufgezwungen. Und es ist auch schön. Wirklich sinnlich.

Ich erinnere mich an ein Wiener Schwere-Gefühl, das einen besonders im Winter überhaupt gar nicht mehr aufstehen läßt, sondern vielmehr von morgens um halb 10 bis in alle Ewigkeit des Tages in seine gewichtsverschleppenden und triebgefederten Büffelleder-Mulde hinein drückt, wo man sich kuchenschlemmend und kaffeetrinkend allmählich auf ein oral-anal-fixiertes Todestriebwerk reduziert. Genau das sollte Siegmund Freud eigentlich in allem Recht geben.
Wenn dann noch eine genussorientierte Begleiterin mit gut erreichbaren Schenkelinnenseiten daneben sitzt, die mit einem leicht ungarischen Dialekt an die sternhimmelnahen und pferdeweiten Puszta-Ebenen erinnert, befindet man sich in der perfekten K.u.K.-Kuschel-Eros-Wiege.

An Sigmund Freud war ja auch nicht alles nur schlecht.

Es bleibt etwas, das man ihm immer hoch anrechnen kann. Er hat etwas in die Aufmerksamkeit gezogen, dass man philosophischerseits zu den hohen und höchsten Menschenmerkmalen zählen kann:

Menschen können sich gegenseitig ihre Träume erzählen. Das kann, außer vielleicht vielleicht die Wale, sonst niemand.

Das haben zwar die Aborighinies in ihrer Traumzeit und überhaupt alle Menschen auch schon immer gewusst, aber es war sehr vorbildlich von Sigmund Freud, wie er das noch einmal als die „allerneueste Sau“ durchs Dorf getrieben hat.

Darüber hinaus sollte man hier vielleicht kurz ein Mißverständnis aufklären.

Tatsächlich hat Sigmund Freud das „Ich“ ja nie enttront, oder „gekränkt „wie immer behauptet wird.

Sigmund Freud hat das „Ich“ aufgeblasen, sozusagen belüftet, und damit re-feudalisiert.

Das „Ich“ und sein Bewusstsein durfte mit Sigmund Freud aus einer relativ überschaubaren 1-Zimmer-Wohnung umziehen in einen feudalen Königs-Palast mit lauter Nebengelassen, Kellern, Ober- und Unterstübchen und mindestens 85 Räumen verschiedenster Neurosen, Pathologien und Triebkulturen.

„Das Ich ist nicht Herr im eigenen Haus.“ – die bekannte These Sigmund Freuds bedeutete soviel wie:

Das „Ich“ wohnt nun in einem riesigen Marmor-Palast mit einem ganzen Hofstaat an intrigierenden Neurosen-Ministern, pathologisch kitzelnder Mätressen und einem Haufen spärlich bekleideter und scheintoter Leichen in abgelegenen Kellergeschossen.

Das „Ich“ und sein Bewußtsein wurde König.

Auch ein König ist ja nie ganz der „Herr im eigenen Haus“. In einem Hofstaat regiert nicht allein der König. In einem Hofstaat regiert immer eine mehr oder weniger gebändigte Intrige in synaptischer Verschwörung.

Der König regiert sein Land absolutistisch. Aber im eigenen Hofstaat seines Nah-Umfelds gelten andere Regeln.

Die Regierungskunst eines Königs im Nahbereichs seines Hofstaats ist ja nicht mehr und nicht weniger als die Kunst, eine höfische Dauer-Intrige geschickt zu verwalten. Und Intrige ist immer. (Deshalb gibt es ja die Königsdramen.)

Ein König in seinem Hofstaat ist auf Vertrauen und Loyalität angewiesen, der er sich nie ganz sicher sein kann. Deshalb ist es das Geschäft eines Königs, innerhalb seines Hofstaats, eine chronische Verschwörung zu seinem Vorteil in die richtigen Kanäle zu leiten. Und so funktioniert auch die Psyche, wenn man sie ausschließlich psychologisch beschreiben wollte.

Eine funktionierende Psyche haben heißt: Sich selbst gegenüber eine passende Verschwörungstheorie erfinden, der man dann ein Leben lang als verdeckt ermittelnder Journalist nachgeht.

So funktioniert Sigmund Freud.

Die Pointe von Sigmund Freud lautet also nicht: Entthronung oder Kränkung des „Ich“. Vielmehr bot er dem von der eigenen technologisch beschleunigten Modernität schwer verunsicherten und plötzlich irgendwie sich der rationalistischen „AN-Schauung“ ausgesetzt fühlenden Ich-Bürger zu Beginn des 20igsten Jahrhunderts erneut die Chance der Re-Feudalisierung in einem kuscheligen Schönbrunn-Palais der erweiterten Intrige mit samt einer herrlichen Auswahl verschiedenster pathologistischer Verschwörungtheorien.

Das „Ich“ konnte mit Sigmund Freuds Begriffsapparat jetzt endlich als ein König in einem chronisch pathologischen Hofstaat durch einen feudalen Neurosengarten wandern und in den schnell herbeigezimmerten Kellern, Nebengelassen, Ober- Neben- und Unterstübchen eines ganzen Bewusstseins-Schlosses seine Partys bei Kerzenschein im illusionistischen Bekanntenkreis seiner Triebmätressen feiern mit all den korrupten Ministerialbeamten der verschiedensten neurotischen Referate.

Herrlich.
Erst mit der Psychoanalyse wurde das „Ich“ zum großen Gesprächs-Dauerthema – und damit irgendwie total interessant. Total wichtig. Das „Ich“ wurde also enorm gestärkt, umsorgt, gepflegt…

Und Arthur Schnitzler schrieb dazu die erotistischen Königsdramen für den Bürger.

Paradoxerweise ist das Sigmund Freud-Konzept ein Konzept des Narzissmus.
Es gibt nichts narzisstischeres als sich per Psycho-Analyse mit seinem ICH AN-SCHAULICH zu befassen.

Halt, nein, das war ungenau ausgesagt:
Jede Theorie hat ihren guten Grund in einem Mit-Gefühl. Die Psychoanalyse und die Psychologie auch.
Die Erfindung des Zuhörens und des Gesprächs in der Psychologie war ursprünglich wichtig, richtig und einem EIN-SEHEN in das ungeheure Leid geschuldet, das seelisch ver-störte Menschen bis dahin erdulden mussten, weil man sie in abgelegenen Verließen einsperrte und einfach vor sich hin vegetieren ließ. Soviel dazu.

Aber jeder Theorie droht der narzisstische Selbsteinschluss in ihre eigenen Begrifflichkeiten in dem Moment – wenn der „Patient“ (Der Wartende) – in diesem Falle: „Die Seele“ – auf eine „begriffliche Bühne“ AUS-ge-stellt wird. Dann wird die „Seele“ BE-Schaulich. Sie wird dann AN-Geschaut, aber nicht mehr EIN-GESEHEN. Und sei es nur für eine medizinische Vorlesung vor Studenten. Seht mal, da steht eine ver-störte Seele.

(Auch die Medizin hat immer das Problem, dass sie ihre anatomische Vorgehensweise ursprünglich auf der „BÜHNE“ ihrer Hör-Sääle an „toten“ anatomisch sezierten Körpern – im anatomischen Theater der AN-Schauung gelernt hat. Das war zunächst notwendig und richtig und richtig, aber ein lebender Patient ist noch etwas anderes. Deshalb reden manche Chrirugen, wenn sie operieren, manchmal in einer Bühnen-Sprache: „Wir stellen jetzt den Magen dar.“)

(Das selbe Problem haben alle „Theorien“ und „Diskurse“, so zum Beipiel auch der Feminismus, dessen ursprünglich vernünftigen und aus EIN-SICHT kommenden richtigen Gründe irgendwann pervertieren und zwar in dem Moment, als „die Frau“ zur „Frauen-dar-stellerin“ mutiert, die Ihr „Frau-Sein“ auf der BE-GRIFFLICHEN „Bühne“ des Feminsimus „an-schaut“ und damit den Kontakt zur EIN-Sicht ihrer Weiblichkeit verliert.

Eben so der Mann, der per „Männerwissenschaft“ den Kontakt zu seiner Männlichkeit verliert und fortan nur noch als Männer-Darsteller seine Männlichkeit „aus-stellt“, weil er sie im Spiegel von „Männerwissenschaft“ nur noch an-schauen kann.
Deshalb gibt es heute zwar auf der Straße zum Glück noch Männer und Frauen, aber in der „Literatur“ als in einer doppelt und dreifach reflexiven Gesellschaft, wo sie sich in „Literatur“ ausdrückt, gibt es keine Männlichkeit und keine Weiblichkeit mehr. Keinen Mann und keine Frau mehr. Es gibt nur noch Frauenwissenschaftsweiblichkeit und Männerwissenschaftsmännlichkeit. In der Literatur gibt es nur noch Frauen, die Frau sein wollen und Männer, die Mann sein wollen – aber nicht mehr sind.
Den Mann und die Frau sucht man vergeblich in der Literatur. Ebenso gibt es nur noch Poeten, die poetisch sein wollen, aber nicht mehr sind. Literatur, die literarisch sein will, aber nicht mehr literarisch ist.

Weil jede Verwissenschaftlichung eines Themas anatomische „Bühnen“ schafft. Bühnen der AN-Schauung und DAR-STELLUNG die Gegen-STÄNDE AN-SCHAUT und BE-Schaut. (Goethe: „vor den Augen und Sinnen“) Aber nicht mehr in der DAUER EIN-SIEHT.

Jedenfalls waren Sigmund Freud und Arthur Schnitzler einfach ein großes Team!
Denn sie waren ja soo skandalöös!

Obwohl man sagen kann, dass Schnitzler immer schon intelligenter und subtiler als Freud gewesen ist.

Zitate:

„Die Seele ist ein weites Land.“ (Artur Schnitzler.)

„Das Ich ist nicht Herr im eigenen Haus.“ (Sigmund Freud)

(Dafür wohnt es jetzt samt Neurosen- Hofstaat in einem Palais.)

Es gab zur ungefähr selben Zeit aber noch einen dritten Wiener.

„Das Ich ist unrettbar.“ (Ernst Mach)

War der Unterschied so wenig lesbar?

Leider konnten Ernst Machs klare naturphilosophische und sinnesphysiologische Überlegungen sich nicht im großen Stil durchsetzen.

Weil das DENKEN erfordert hätte und einen „Schöngeist“, der sich wirklich für Wissenschaft, Physik und Kosmologie – also für den Menschen – interessiert hätte.Das heißt für EIN-SICHT.

Und jeder mit etwas Gripps im Kopf hätte schon auf den ersten 30 Seiten bei Ernst Mach nachlesen können, dass hier eben nicht gesagt wurde: Das Ich ist wertlos. Oder: Das Individuum ist egal. Oder gar: Mann und Frau sind egal, oder Der Mensch ist egal….oder: Die Welt ist egal. Oder: Sex ist doof. Das alles steht nicht bei Ernst Mach. Da steht etwas anderes. Aber man hat sich eben nicht für Ernst Mach interessiert.

…hat eben nicht sollen sein.

Die Wiener Waage schlug nach woanders hin aus. Und das bedeutete:

Unrettbar war fortan der Mensch.

Und so kam aus Österreich/Wien dann noch ein Vierter, ein ganz Anderer.

Dieser Andere hatte begriffen, was eine Bühne ist und wie sie funktioniert.

Und er hatte begriffen, was Physik ist, was Chemie ist,
was Elektrodynamik ist und was Feuer ist…

Und er hatte zu dem sehr gut begriffen, dass Menschen, wenn sie auf eine
Bühne gucken, dort eben keine Glühlampen sehen wollen und auch keine Mikrophone und auch keine Formeln.
Sie wollen auch keine Rationalität sehen.

Wenn Menschen auf eine Bühne gucken,
wollen Sie etwas AN-Sehen.

Glühlampen und Elektrizität wollen sie nicht sehen.
Aber sie sollen ihnen heimleuchten.

…Leider hatte dieser andere Wiener/Österreicher es begriffen – – – – – – – – muß man heute sagen.

Heute Abend keine Vorstellung.

Ein amerikanischer Kinofilm ist schlauer, als alle philosophische Literatur in Deutschland nach Schelling und Heidegger.

Was ist denn nun genau schief gelaufen?

„Der antiquierte Mensch“ (Günther Anders) in Europa war deshalb „antiquiert“ – weil er seinen Klassizismus und seine Staatsformen immer „bürgerlich-bühnentauglich“ (römisch) in der DAR-STELLUNG definierte, das heißt: im Modus der „figürlichen“ Bühnenrepräsentation von „Anschauung in der BE-Schaulichkeit“ Insofern war der Nationalsozialismus ein beschauliches historistisches Projekt im Sinne Goethes. („vor den Augen und Sinnen.“)

Das Theaterkonzept Goethes ist das DAR-Stellungs-Konzept des Nationalsozialismus.

während sein wuchtiger Logos, seine Mathematik und die „Räder“ seiner Technik „griechisch-kosmologistisch“ blieben.

(Sloterdijks neuester Unfug, die Moderne würde unter genealogischen Abbrüchen leiden, ist natürlich Schwachsinn.
Sie leidet bis heute unter falschen Wiederanknüpfungen im schlechten Historismus und Klassizismus und im Modus des narzisstischen Projekts des „An-Sehens“ Sie leidet unter ihrem Wiederholungszwang.

Hitler wollte ein neuer Napoleon in alter Marmor-Manier sein. Die Moderne leidet seit der französischen Revolution an ihrer Unfähigkeit, wirklich modern zu sein, sie leidet also an ihrer Antiquiertheit gegenüber ihren technischen Potentialen sowie an einem Mangel an Geist, Denken, Bildung und Ein-sicht.)

Der Nationalsozialismus war die verhängnisvolle Symbiose aus konservatistischer „römischer Imperialität“ und „altgriechisch-kosmogenetischer Logistik“.

Das Hitlermodell ist ein konservatistisches/konservierendes Imperatorenmodell der reversiblen AN-Sehung; aber die Dynamis, der Logos und die Techné waren altgriechisch, kosmologistische IRREVERSIBLE Potentiale. Genau diese Mischung war daran so katastrophal. Und sie wollte etwas wiederholen, was schon einmal da war – nämlich Napoleon.

Nur schlimmerweise waren die technologistischen Potentiale seit Napoleon mittlerweile so angewachsen, dass der
„Makro-Napoleon/Mini-Nero Hitler im Blitzkrieg deutscher Gründlichkeit, im Rassenwahn und im Verbund mit dem Logos der Elektrochemie dann lediglich einen suizidalen Einschlagskrater des Schreckens in der Welt verursachte.

Die Frage, wie es zu den UN-VOR-STELL-BAREN Ausmaßen des Schreckens kommen konnte, beantwortet sich eben mit der oben angedeuteten Bühnensituation des „antiquierten Menschen“.

In dem Moment, als der von der modernistisch logistischen Ratio sich AN-GESCHAUT fühlende Mensch nach einem VITALITÄTS-ERSATZ suchte, entdeckt er sein Fleisch und das Blut und die Rasse (erst sexualistisch und erotistisch auf Schnitzlers und Sigmund Freuds Bühne) dann (die Rasse) als Verhandlungsmasse auf einer Bühne der AN-SCHAUNG. und der DAR-STELLUNG.

Die Blut-Hirnschranke verkehrt sich in eine Hirn-Blutschranke.

Der „Boden“ und der „Kampf“ und „die Rasse“ wurden plötzlich als jetzt wieder besonders attraktiver Modus Vivendi des authentischen „Daseins“ besonders bühnentauglich für die innere Bühne einer „DAR-Stellung“ aufbereitet.

Boden, Blut, Rasse, Kampf werden zum Aktualitätsersatz in einer Welt, aus der sich das Feuer mehr und mehr in die Potentialität der Elektrizität der Glühlampen, der Radios und in die Tauschgeschäfte der Kalküle zurückgezogen hatte.

Dieser sich von der technologischen Moderne AN-GESCHAUT fühlende Mensch flüchtet sich dann in historistische AN-SCHAUUNGEN und DARSTELLUNGEN hinter die Hirn-Blut-Schranke. Er entdeckt sich in einem falschen „Vitalismus“ wieder als „Verhandlungsmasse“.

Dieser falsche „Vitalismus“ wirkt bis heute als verkappter „Historismus“ in den vielen AN-SCHAULICHEN Stadtschloßfassaden und in jeder Form von marmornen Klassizismuskitsch.

Deshalb war der Nationalsozialismus auch so sehr an Rasse-Merkmalen und Körpermerkmalen interessiert, das heißt: An der AN-SCHAULICHEN und DAR-Gestellten Physis. Der Mensch wurde in seinem Körper „anschaulich“.
BE-Schaut. Sozusagen „wieder“ bühnentauglich ins Fleisch GE-STELLT. Er sollte am Besten gleich selbst Marmor werden.
(Das Ge-STELL Heidegger)

(Etwas ähnliches bemerkt man noch heute auf zeitgenössischen Theaterbühnen, wo sich die Schauspieler immer häufiger nackt ausziehen und schreien und sabbern und mit Esswaren herumschmieren müssen, entweder weil dem Regisseur nichts einfällt oder damit der Theaterzuschauerbürger, der sonst im Alltag häufig sehr angezogen vor seinem Computer sitzt, ein wenig „echt menschliche Körperlichkeit“ geboten bekommt. )

In dem Moment aber, wenn die Physis und die Seele in den Modus der An-Schauung gerät, verliert sich das MITT-Gefühl mit dem AN-Geschauten. Weil Mitgefühl das Gegenteil von „AN-Sehung“ ist.

Mitgefühl kommt aus dem EIN-SEHEN.
Und dieses EIN-SEHEN des anderen Menschen funktioniert nur über das Ein-sehen in der Dauer von Erinnerung.

EIN-SEHEN kennt keine Bühne. EIN-SEHEN kennt keine DAR-STELLUNG. EIN-SEHEN kennt nur die DAUER und die VOR-Stellung.

Was lediglich nach körperlichen Rassemerkmalen an-geschaut/dargestellt wird,
das verwandelt sich für den An-Schauer zu einer BE-Schaulichkeit. (Goethe)
Das Angeschaute wird für den Anschauer zur „Verhandlungsmasse“, das nicht mehr in „Verhältnissen“ gebunden ist. Man kann es dann bewerten, taxieren, handeln, züchten oder töten.

Die intellektuelle Armseligkeit, die metaphernumschäumte Halbbildung und der syntaktisch gepuderte Stumpfsinn europäischen Philosophierens in den Feuilletons, in den Zeitungen, auf den Podien, mit oder gegen Adorno, mit oder gegen Habermas… in den Sendern nach 1945….MIT DER AUSNAHME HEIDEGGERS,
kondensiert in der Paraphrase vom „Denker auf der Bühne“.

Jedenfalls solange, wie ein solches „Denken“ sich selbst nicht in seine elektrodynamischen Vorraussetzungen des nährenden „Sehens“ einspiegelt und zur Technik im „Sehen des Sehens“ (Mach) in ein physikalisch-kosmologisches, das heißt EIN-SEHENDES Verhältnis setzt.

Menschen müssen keine Helden sein. Sie müssen auch keine großartigen Denker sein. Niemand muss Philosoph sein. Sie müssen auch keine Komiker sein. Und auch keine Melancholiker. Aber wer beschlossen hat, sich im Feld des Denkens, des Dichtens und der Philosophie zu bewegen, wer beschlossen hat, ein irgendwie denkend Schreibender zu sein, der muss den Job dann auch ernst nehmen und den Auftrag des Denkens nicht an Coffee-Table-Small-Talk verraten oder an das pfiffig-seichte Versteckspiel der vielschreibenden aber nichtssagenden Buchseiten-Tonnage. Aber das wird ja wohl auch verzeihlich sein, dass einen das auch mal ankotzt hier. Man ist ja schließlich auch nur ein Mensch..

Ist es ein Zufall, dass Berlins größtes Literaturhaus heute wieder eine Wannsee-Villa ist?

Heute Abend keine Vorstellung.

Dieser Artikel ist Hannah Arendt gewidmet – im Gedenken an alle Podiums-Intellektuellen, die in nächster Zeit versuchen werden, auf einen Trend hektisch aufzuspringen, um ihre „Bedeutsamkeit“ für die Nachwelt zu erhalten, den Podiums-Intellektuellen, die in ihrem Lebenswerk blättern, um nach „Stellen“ zu suchen,

wo sie „auch schon mal dieses oder jenes geschrieben haben“ – um eben dieses Lebenswerk vor der blauen Mülltüte zu retten. Ich blättere derweile ein wenig in Yvan Goll.

Womit hatte sich Hannah Arendt nochmal genau beschäftigt? Was war ihr wichtigstes Thema? Das Anpassen, die Normalität der Opportunität in Verhältnissen? – oder hatte sie sich für den „Aufstieg“ aller „Aufsteiger“ von ganz unten interessiert?

Adaption: So, wie viele Orchideen-Blüten sich optisch anpassen, damit ihr Äußeres den Schmetterlingen und Insekten gleicht, von denen sie bestäubt werden, so agiert auch der Podiums-Intellektuelle oder der Schrift-Dar-Steller in der Podiums-Darstellung seines „Status“, in dem er seinen Diskurs und seine „Debatten“ auf der Bühne seiner Zeit adaptiert. So wird er immer von der herrschenden Dummheit bestäubt, um im nächsten Jahr eine schönerdümmere Blüte zu treiben.

Im Gedenken: Der Podiums-Philosoph war immer eine Armseligkeit, weil er die letzte und wesentliche Frage, wem sein Gerede nutzt, immer verschlucken musste. Sie nutzte seiner Ernährung, seinem Honorar und sonst niemandem. Das ist nicht weiter schlimm, aber man darf es philosophisch auch mal in den Augenschein nehmen.

Die bloße Adaption als Anpassung in der Zeit, wenn sie nicht mehr als Anpassung und „Durchkommen“ meint, ist menschenunwürdig.

Menschen sind keine Orchideen und keine Insekten. Sie sind Ge-Denkende.

Jetzt sind alle in ihrem Versteck gefunden und der nächste ist mit dem Zählen dran.

 

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