Wenn ich mir eine Bemerkung erlauben darf….

Es herrscht in der Physik immernoch ein großes Mißverständnis im Umgang mit Worten wie „Schönheit“ oder „Ästhetik“ oder „Natürlichkeit“ oder „Symmetrie“

Die Wissenschaftler verstehen nicht den Unterschied zwischen „Harmonie“ und „Ästhetik“



Wenn ich mir eine Bemerkung erlauben darf: Der Beitrag von Frau Sabine Hossenfelder ist sehr gut aufbereitet, und er weist darauf hin, was das eigentliche Problem der gegenwärtigen Physik ist. Frau Hossenfelder bringt in dem Vortrag einige gute Beispiele. Aber das Problem wird nicht wirklich getroffen.

Die alten Griechen verstanden unter dem „Kosmos“ eine Ordnung.
Weil die Dinge in einer Ordnung sind, waren sie „in Ordnung“
Dieser „Ordungssinn“ der alten Griechen meinte aber etwas ganz anderes als bloßes „Wohlgefallen“ oder gar bloße „Symmetrie“ im platten Sinn des Begriffs.

Der „Ordnungssinn“ der alten Griechen umfasste auch das „Chaos“ ebenso wie die Unterwelt. Vor allem aber erzählen die alten Griechen von einer „Entwicklung“ von „Metamorphosen“ und von Verwandlungen.
Sie erzählt von Wegen, Fahrten, Tragödien und Ereignissen.

Frau Hossenfelder zeigt ein Blütenarrangement als Beispiel für eine ausgewogene Anordnung, und das ist auch nicht falsch, wie auch der Sinn für Symmetrie nicht zwingend falsch ist.
Kein Teleskop würde funktionieren, wenn es nicht in seinen Verhältnissen „rotationssymetrisch“ konstruiert wäre mit einem FOCUS im Mittelpunkt.
Der Schönheitssinn der Physik ist garnicht so sehr zu verwerfen.

Aber, aber, aber…

Was garnicht geht: Einen klebrigen Fliegenfänger mit Fliegen daran zu zeigen als Beispiel für Hässlichkeit. Denn ein Fliegenfänger mag zwar nicht unbedingt „Wohlgefallen“ oder „Wohlbefinden“ zu erzeugen, doch ist er in sich ein sehr „harmonisches“ Arrangement.

Harmonisch in dem Sinne, als das er eine konstruktive Wahrheit als Gedanken in „Übereinstimmung“ mit einer Beobachtung bringt. Nämlich: Fliegen können nicht mehr wegfliegen, wenn sie – wie seit Urzeiten bekannt – an Baumharz festkleben. Stimmt! – Bingo – die Sache selbst „stimmt“ – harmonisch – mit einer uralten Beobachtung – über – ein. Übereinstimmung – man höre in dieses Wort hinein und vernehme die „Stimme“

Deshalb ist auch ein klebriger Fliegenfänger ein harmonisches Arrangement – obgleich man sich über das „Wohlgefallen“ eines Klebestreifenfliegenfängers streiten kann.

Eine Spinne oder ein Spinnennetz erzeugt nicht zwingend „Wohlgefallen“ aber es ist trotzdem harmonisch – in der Ordnung.

Was ist der Unterschied zwischen Harmonik und Symmetrie?

Harmonie zeigt eine musikalische „Ordnung“ in einem zeitlich bewegten oder in einem dauernden und bedauernden – Wege-Fluß des Kosmos.
Dass etwas „stimmt“ – sagt: etwas „stimmt“ überein.
Eine Hypothese „stimmt“ mit einer Beobachtung überein.

Wa(h)rheit der Natur meint also etwas, das „stimmt“.
Hier ist die „Stimme“ oder die „Stimmigkeit“ als Harmonie in einem durchaus musikalischen Sinne als „Wahrheit“ enthalten.


Dabei muss man sich davor hüten, das, was „stimmt“ – immer mit „Wohlgefallen“ gleichzusetzen oder mit „Anmut“ oder mit „Symmetrie“.

Auch ein hässlicher verschrumpelter Apfel „stimmt“ – weil er in „Übereinstimmung“ mit seinem Weg oder von seinem Weg in einen Alterungsprozess hinein be-STIMMT ist.

Die Physiker vergessen immer, dass auch „das Falsche“ nichts desto trotz der Harmonie angehört. Denn auch eine „Falsifikation“ – stimmt, wenn sie korrekt vorgenommen wurde. Auch das „Falsche“ stimmt. Ebenso wie ein „Fehler“ stimmt. Harmonie sagt nichts über gut und schlecht, richtig oder falsch. Harmonie sagt: Es stimmt. Zum Beispiel: Stimmt! Das war falsch!

Aber nur der lebende Mensch bei Bewusstsein kann soetwas sagen wie: Das stimmt! Sein Bewusstsein erst ermöglicht in Teilnahme als „Resonanzraum“ für „Stimmigkeit“ die Feststellung dessen, was „stimmt“.

Und weil unser Bewusstsein als ein Resonanzraum in „Übereinstimmung“ mit dem Kosmos agiert, („Die Natur schlägt im Menschen die Augen auf“) kommt es zu der Illusion, die Materie sei „gequantelt“.

Die Quantelung ist deshalb eine Illusion, weil das Bewusstsein des Menschen selbst „ein Quantum“ ist
(Offen/Geschlossen zugleich – Welle (Geist,Gefühl) und Ratio (Teilchen)

Dass man „Teilchen“ mathematisch (prophetisch) vorhersagen kann, und dann auch genau so findet – hat wiederum etwas mit der intrinsischen Harmonität des Bewusstseins zu tun. In der Quantenwelt stimmt die „Berechnung“ und die „Beobachtung“ überein, weil der menschliche Geist garnicht anders kann, als mit seiner eigenen „Quantität“ zu interferrieren. Die Naturwissenschaft aber sollte sich in Zukunft um Qualitäten kümmern.

Die Quantenhypothese ist ein konstruktiver „Double-Bind“ des menschlichen Bewusstseins innerhalb der Natur.
Aber auch der Mythos und die Dichtung können Vorhersagen machen, die tatsächlich mit den Wissenchaften „übereinstimmen“



Eine wesentliche Konsequenz der „Quantentheorie“ ist die Körnigkeit oder die „Granularität“ der Raumzeit. Wenn die Quantenhypothese wirklich der „Realität“ entspricht, dann müsste die Raumzeit in winzigen Skalen selbst „gekörnt“ sein.



Jedes Experiment, das die Körnigkeit der Raumzeit nachweisen wollte, ist bis heute gescheitert. Zitat Spektrum der Wissenschaft Harald Lesch: „Zwei Experimente, zwei Niederlagen für die gequantelte Raumzeit. Obwohl die heutigen astronomischen Beobachtungen empfindlich genug sind, wurde die erwartete Korngröße der Raumzeit nicht gefunden. Mindestens zwei Schlüsse kann man daraus ziehen: Entweder lässt sich die Quantenmechanik eben doch nicht auf die Raumzeit des Universums anwenden. Oder die Körnung ist noch viel feiner, als man bisher annimmt.“ (Spektrum der Wissenschaft 2011)

Der Schluss, den man daraus ziehen kann, lautet: Die Quantelung widerspricht nicht dem gesunden Menschenverstand, sondern sie ist ein Phänomen des Verstandes, des (technischen) Bewusstseins in „stimmiger“ Resonanz mit dem Kosmos.

Die Quantentheorie „wird erzeugt“ genau auf der Schwelle zwischen Bewusstsein und Kosmos. Sie „stimmt“ weil sie eine „Resonanz“ – Erscheinung des (technischen) Bewusstseins ist.

Das Selbe gilt für „Konstanten“. Der Name „Konstante“ sagt mit der Vorsilbe „KON“- dass eine Konstante ein MIT-Stehendes oder MITT-Laufendes ist. Die Konstanten sind „Mit-Steher“ Kon-struktiv selbstadjustiert.
Dass die Quantentheorie „funktioniert“ – beweist den Menschen, aber sie beweist nicht, dass die Materie oder die Energie wirklich gequantelt ist. Die Quantennatur der Materie ist eine kon-struktive Real-Halluzination.



Tja, möchte man da sagen, lieber Harald Lesch – was zeigt den nun der Bogen des Apoll? Der Bogen des Eros, aber auch der Bogen des Odysseus? Der Bogen des Apoll zeigt die allgemeine und die spezielle Relativitätstheorie: Dass nämlich ein gekrümmter Raum eine „Kraft“ – auf einen Mittelpunkt hin FOKUSSIERT. Der Bogen des Apoll krümmt den Raum und „zeigt“ in zwei Richtungen. Einmal zeigt er in den Weltraum hinein und ein andermal zeigt er als Hohlspiegel, dass die Welt und die Seele „gespannt“ sind wie ein Bogen. „Gespannt“ auf neue Entdeckungen und Abenteuer.

Die Astrophysiker sollten einmal unter dem Begriff „hermeneutischer Zirkel“ nachschlagen.

Deshalb war es von den „lyrischen“ Schöngeistern immer sehr falsch, anzunehmen, der heimgekehrte Odysseus wäre jetzt zu Hause und angekommen. Ganz und garnicht. Die Heimkehr des Odysseus kündet davon, dass neue Abenteuer anstehen und neue Entdeckungen. Denn wie hat Robert Frost so schön gesagt: Das Leben geht weiter.







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