Mona Lisa am Flachbildschirm

* * 302px-Mona_Lisa,_by_Leonardo_da_Vinci,_from_C2RMF_retouched(Für M.)

Nach wie vor unbeantwortet bleibt die Frage, warum für manche Worte der Plural fehlt. Die Zeit, die Zeiten – das geht. Aber die Dauer?
Die alte philosophische Frage, ob das Leben ein Traum ist, hat sich insofern erledigt, weil Menschen offenbar so beschaffen sind, zwischen Traum und Nicht-Traum zu unterscheiden. Die Tatsache, dass Menschen diese Frage stellen können, beruht auf einer Unterscheidungs-Fähigkeit. Und diese Unterscheidungsfähigkeit wiederum darf man mit einem alten aus der Mode gekommenen Wort bezeichnen: Geist.
Den Beweis, dass das Leben kein Traum ist, liefert der Klartraum.
Im Klartraum träumen wir und wissen dabei, dass wir träumen.
Umgekehrt habe ich noch nie jemanden sagen hören: Ich lebe und komischerweise weiß ich es auch.

Gerüchte gehen um, ein Museum sei in Planung, dessen Räume gewidmet werden sollen dem wertvollsten Kunstwerk aller Zeiten, und man erzählt sich, dieses Kunstwerk sei der Mensch. Angeblich sähen die Planungen vor, den innersten Teil des Gebäudes zu reservieren für einen kleinen Zettel, hinter Panzerglas und gesichert durch Temperatursensoren und laser-gestützter Positionsüberwachung, einen kleinen Zettel mit kleinkarriertem Linienmuster, auf dem eine Bleistiftkritzelei sich bei kurzer Betrachtung verdeutlicht als die Zeichnung eines herrenlosen Oberlippenbarts.
Es heißt, irgendwer habe diesen  Zettel einmal aus einem kleinen Ring-Notiz-Block gerissen und das Bärtchen darauf gekritzelt, ganz ohne Lippen, ohne Nase und ohne dazu passendes Gesicht, sei dieser herrenlose Oberlippenbart wiederum einem anderen Finder auf einem Dachboden in die Finger geraten, der ihn sofort als das Bärtchen der Mona Lisa identifiziert und der europäischen Kunst-Sach-Verwaltungsbehörde übergeben habe gegen einen unverhältnismäßig kleinen Obulus.
Jetzt soll das Ding im innersten Zentrum des neuen Museums seinen Platz bekommen, streng bewacht als eine Ikone der Ikone: Das Bärtchen der Mona Lisa.
Als verschollen gilt bis heute der Stift des Zeichners, aber wer weiß, vielleicht taucht er irgendwann wieder auf und wird dann auf Samt gebettet und wunderhaft dem ausgerissenen Zettel beigelegt.
Doch weil die Verlegenheit, der Mona Lisa hier zum wievielten Male eigentlich irgendein Sprechen oder Sagen zuzumuten, ebenfalls den berühmten langen Bart ausstellt (und weil es sich anfühlt wie die Besprechung eines Stücks Rauhfasertapete) fehlt bis heute  ein weiteres Requisit: Ockhams Rasiermesser. Würde man es finden, auch ihm gebürte ein Ehrenplatz im Museum des aller Zeiten wertvollen Kunstwerks.

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Kann man die Mona Lisa heute noch stehlen? Sie freistehlen aus ihrem Museum? Kleinkram. Für Meisterdiebe keine Herausforderung. Meisterdiebe üben sich bis heute (vergeblich) darin, die Karrikatur zu ent-wenden, das Bärtchen der Mona Lisa zu klauen und spurlos verschwinden zu lassen, auch wenn sie bisher immer scheitern mussten als wie auch immer denkbar gut organisierte Panzerknackerbande. Sogar die besten Fälscher wären heute nicht mehr im Stande, die Mona Lisa zu malen ohne ihr Bärtchen. Tausendmal stärker gesichert ist das angekritzelte Dingsbums der Mona Lisa als die Identität der Frau auf dem Gemälde selbst. Gesichert ganz ohne Alarmanlage. Die Mona Lisa, ohne Bärtchen, ist nicht mehr zu haben.

Wo war die Mona Lisa? Wo kommt sie her, wo geht sie hin?

Will man der Idee einer Zentralperspektive noch etwas abgewinnen vom Ausgangsort der Gegenwart? Muss man sich hineinbohren in kilometerdicke Sedimente abgelegener Archive, wo schwer zugängliche Materialien aus längst vergangenen Zeiten die Atemwege mit dicken Staubeinträgen belasten, bis sich die Wolken wieder gelegt haben und der Forscher hustend  und pustend ganz allmählich hier und da etwas Brauchbares erkennt, ein Schnipsel, ein Papier, ein Fragment, eine Skizze, eine Leinwand oder ein Artefakt in einem Bild?
So ein fast vergessenes und verstaubtes und schwer zugängliches Bild zeigt hier  eine Frau inmitten einer Landschaft, gemalt/vermählt von einem italienischen Naturwissenschaftler zu Beginn des 16. Jahrhunderts.

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Das Bild der …Frau in ihrer Landschaft …. ist als typischer Archivfund so gut wie unbekannt. Wohl ganz zu Recht war es deshalb über die Jahrhunderte in die untersten Sedimente der Wahrnehmung eingesunken, und es bedurfte eines großen Aufwands, da heranzukommen, das Bild überhaupt noch einmal zu heben, damit es nun endlich nach Jahrhunderten wiederwahr vor Augen tritt. Doch gerade eben darum, weil das Bild so wenig gesehen und so spärlich interpretiert wurde, nie jemanden inspiriert hat und weitgehend unbekannt geblieben ist, legt es die Motive und Gewichte einer bestimmten Frage nahe, oder viel mehr legt es sie in eine Frage hinein, in der die Zentralperspektive – vielleicht nicht direkt gefunden – aber ziemlich neu belebt und illuminiert zur Aufführung gekommen war.

Die… Frau gemahlt/vermählt in ihrer Landschaft …wie nach getaner Arbeit verschränkt sie die Arme, und was hat sie für eine Schwerstarbeit leisten müssen in den letzten 500 Jahren, war sie müde geworden vom Stemmen der Hunderttausend Tonnen Blicke? Die Arme verschränkt sie jetzt dafür, doch nur so weit, dass die ganze Haltung ihr noch nicht als  „mit verschränkten Armen vor dem Körper“ ausgelegt werden kann. Sie gibt uns noch eine Chance, eine kleine zweite Chance.

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Sie dreht Däumchen – immernoch – oder eben nicht. Worauf wartet sie? Wartet sie auf ihre Applikation? Darf man so dasitzen bei einem Bewerbungsgespräch? Achtet Sie auf Ihre Körpersprache? Würden sie einstellen diese Frau als Mitarbeiterin in ihrem Betrieb? Was sind ihre personell skills?…

…kann sein, als bekannt vorraussetzen darf man das Gemälde bei einigen Spezialisten, Kennern und Anhängern der hartnäckigen Verschwörungstheorie.
Es genießt hier sogar ein gewisses Ansehen. Und wie üblich bei Verschwörungs-Theoretikern, sucht man nach codiert gehaltenen Anzeichen, Geheimwissenschaften oder Symboliken, die nur echten Eingeweihten oder Insidern obskurer Zirkel zugänglich sind.
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Was jedoch nur selten klar zu besprechen ist; nicht aus der Tiefe irgendeines Undercover oder einer  komplexen Verschlüsselung entbergen sich die Geheimnisse; sie entziehen sich dem Blick in fernster Nähe an der Oberfläche einer Sphäre der Jedermanns-Sichtbarkeit und Jedermans-Wissbarkeit.

Seit wann genau lebt der Mensch in einer Verschwörungstheorie gegen sich selbst, die ihm den Zugang zur Lichtung versperrt. Seit wann lebt er in diesem Zeitalter seines angekritzelten  Oberlippenbarts, im Zeitalter seiner eigenen Karrikatur und seiner Doppelcodierung ?

Die Geschichte der Moderne beginnt nicht erst mit der Dampfmaschine, sondern schon viel früher – mit der Erfindung der Schrift und aller ausdeutbaren Zeichen. Die BE-deutsamen Zeichen.

Seit es die „gestellte“ Schrift und ausdeutbare Zeichen im großen Kommunikationsfeld gibt, lebt die Menschengemeinschaft  ganz automatisch in einer Auslegungstradition, die zugleich auch einen Auslegungszwang
mit sich bringt. Ebenso einen BE-Deutungszwang.

Zu jedem „echten“ Zeichen exisitert immer auch schon der Schatten
seiner „Auslegung“
Eine kleine Geschichte der Verschwörungstheorien. Die geschaute Welt hat seit der Erfindung zeichenhaft deutbarer Dokumente und Artefakte ganz prinzipiell und logischerweise ein Fälschungsproblem und ein Authentizitätsbroblem. Man  kann sagen: Mit der Erfindung des zeichenhaften Dokuments, bekam die Welt automatisch einen doppelten Boden in ihr Haus  eingebaut. Absolut jedes Dokment lagert in diesem Zwischenboden zwischen Richtiglesern, Falschlesern und Niemandsfälschern.

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Das Vertrauen auf Unzweideutigkeit der Welt-Lese hatte mit dem großen Inkrafttreten der Schriften und Zeichen einen größeren Knacks bekommen.

Man muss sich also eine frühe Welt vorstellen, in der es keinerlei Dokumente, keinerlei Schrift und keinerlei medialen Zeichen gibt. In dem Moment würde die Welt aufhören, „zweideutig“ zu sein.

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Archaische Schamanen, Priester und Astronomen gingen davon aus, dass man die Welt lesen müsse und keine Schriften.

Dass sie dabei „zufällig“ die ersten mathematischen und astronomischen Gesetze der Natur erkannten, war ein schöner Neben-Effekt.
Deshalb ruht alle Mathematik und alle Naturwissenschaft von ihren Wurzeln her in einem Grund der Welt und nicht in einem Grund der Schrift.

Eine frühe Welt, in der es keine Schrift, keine medial vermittelten  Zeichen und keine Dokumente gibt. In dem Moment fällt ein großer Teil der berühmten Fragen von: „Ist das authentisch oder gefälscht?“ Oder auch: „Wie ist das gemeint?“ Oder auch: „Was wollte uns der Autor damit sagen.“ einfach weg.

Erst in dem Moment, als das „Zeichen“  vom magisch rituellen oder sakralen Gebrauch eines „Welt-Zeichens“  in die Schriftzeichenlage und in den Dokumentenverkehr und schließlich in die rechnenden und handelnden Schriftgeschäfte Einzug hielt, erst in dem Moment beginnt die Menschenwelt als eine ewig doppelbödige und zweideutige Auslegungsfrage und Schriftdeutungslage und Zeichen-BE-Dedeutungsfrage in einen Mißtrauensort großen Stils einzulaufen.

Der notwendige Modernisierungs-Schub durch die Erfindung der lesbaren Zeichen und verkehrsfähiger Dokumente musste erkauft werden zum Preis eines ewigen Mißtrauens gegen diese Schrift und gegen diese Dokumente. Weil der Urheber des „Zeichens“ jetzt nicht mehr „die Welt“ war  (zum Beispiel Blitz und Donner) sondern Urheber des Zeichens war ein Mensch, dessen „Authentizität“ fortan nur noch damit legitimert werden konnte, dass man sagte: Er habe seine Zeichen empfangen von einem übernatürlichen Wesen.

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Ab sofort traten neben dem einfachen Lesenkönnen und dem Schreibenkönnen viele Nebendisziplinen auf den Plan: Das Verschlüsselnkönnen und das Auslegenwollen. Das Nichtlesenwollen oder das Nichtlesendürfen. Das Falschlesenkönnen oder das Falschlesenmüssen eines Zeichens, ob absichtlich oder unabsichtlich, ebenso wie die großen Unsicherheiten zwischen einem Allzuwörtlichlesen und einem alegorisch gebundenen Inhalt.

Nur die Philosophie, dort, wo sie wirklich ernst genommen wurde, hat sich immer den Auftrag bewahrt,  gleichermaßen zwischen Weltferne und Weltnähe aufgespannt zu bleiben und Gespräche, Schriften und Gedanken hervorzubringen, die dem einzig originalen Menschenmerkmal dienen: dem Denken.

Deshalb ist es für einen Nicht-Verschwörungstheoretiker wie für einen Philosophen eminent wichtig, die Herkunft und die Genese seines Werkzeugs, also der Schrift, zu kennen. Und er muss beachten, dass auch Zeichen, Buchstaben, Runen, und das Alphabeth in ihren Anfängen und Gründen aus schamanistischen und magischen Zeichenhandlungen hervorgegangen sind.

Seit dem  Übertrag des „Zeichens“ aus der rituellen und magischen Sphäre auf die Tagesgeschäfte wurde das Weltverhältnis weniger vom Verhältnis der Alphabeten zu den Analphabeten bestimmt, sondern vom Verhältnis der Verschlüsseler und Verklausulierer, die in einem ernährenden Mißtrauensverhältnis agierten  zu den Entschlüsselern,  Korrekt-Auslegern, oder Mißverstehern.

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Ein weiterer nicht zu unterschätzender geschichtsbildener Effekt, der mit der Schrift in Kraft trat, betrifft die Frage nach der „Echtheit“ oder „Unechtheit“ von Dokumenten ebenso wie die Frage nach der „Authentizität“ von Personen, die sich mit echten oder unechten Schrift-Dokumenten immer mehr auszuweisen hatten.

In dieser Phase der Weltgeschichte wurden bald auch die ersten Personaldokumente als Authentizitätsnachweise erfunden und es löste sich so ganz allmählich die Botschaft von dem Boten ab.

Ob ein Mensch „authentisch“ der war, der er vorgab zu sein, musste immer stärker das Schriftdokument oder das Siegel in seiner Hand beantworten und immer weniger stark der real anwesende Mensch selbst.

Kurioserweise wurde damit aber jetzt „fälschbar“der ganze Mensch.
Ein gefälschtes Personal-Dokument genügte und der ganze Mensch war weggefälscht.

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So lässt sich sagen: Mit der Möglichkeit, Gedanken und Nachrichten, Botschaften oder Eindrücke, Ausdrücke „zeichenhaft“ oder schriftlich niederzulegen,  kam zugleich  die Idee der Codierung, des klandestinen „Geheimzeichens“ und der Verklausulierung oder der Fälschung in die Welt.

Mit dem großen Inkrafttreten der Schrift und BE-Deutungszeichen war zugleich ein wesentliches Prinzip der Verschwörungstheorie und – Praxis  geboren worden; und mit ihr eine Moderne, die man auch als konspirative Moderne bezeichnen kann.
Wieviele Geschichten oder Dramen kennt man, in denen nicht selten gefälschte oder unterschlagene oder falschgedeutete, mißverstandene, zu spät gekommene, zu früh gekommene oder verlorengegangene oder in Geheimschrift verfasste Schriftdokumente zum Motiv-Motor dienen konnten  für Intrigen, Tages- oder gar Weltpolitik ?
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Die zeichenkonspirative Moderne „zeichnet sich seit dem aus“ zwischen den Polen  „Verborgenheit“ und „Offenbarung“. Zwischen Figuren mit „echten“ Schlüssel-Rollen und Figuren mit „falschen“ ENT-Schließungs oder Offenbarungshalluzinationen.

Dumm nur, wenn solches Suchen nach Verborgenheiten und Verschwörungstheorie auf Orte übergreift, wo es nichts Verborgenes gibt. Wo alles offen daliegt. Wie zum Beispiel hier bei der Mona Lisa.

Die Wahrheit liegt wie Öl auf dem Wasser. Oder eben wie das Öl auf dem Gemälde. Geheimgehalten wird hier nichts. Verschwörung liegt nicht vor. Alles steht ganz offen, un-heimlich so da, wie es sich zeigt.

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Die Geheimnislosigkeit ist es, die diese Landschaft gewordene Frau so un-heimlich macht. Da liegt überhaupt kein einziges Rätsel in diesem Bild.
Vorne Frau groß. Hinten Landschaft perspektivisch fliehend. Unten eine Morgendämmerung der Hände.  Oben das helle Antlitz, dessen Licht von unten aus dem dämmernden Grund des Bildes zur Stirn hin aufgegangen ist.
Ihre unten aufglimmenden Hände sind nach oben hin aufgegangen zum Gestirn, zum Begriff, zu Geschichten, zum Ge-Sicht.
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Ganz offen da liegen ihre Hände, ganz ruhig da, in Normalverteilung  klar vor unseren Augen. Aber all das liegt nicht nur vor Augen,
es liegt auch  – in einer Landschaft – und hat mit dieser innehaltend ein Verhalten im Verhältnis.

Die Frau also hat im Verhältnis ein Verhalten. Aber mit wem? Wer hält sie?
Was hält sie? Mit wem oder was hält sie – inne? Mit einer Landschaft?
Wie soll man das bewerten mit heutigen genderpolitischen Ambitionen dieses….Verhältnis…zur Landschaft?
Wir haben vor allem ein Verhältnis mit uns selbst, zu anderen Menschen – und wenn es hochkommt  – noch zu einem Land.

Aber was heißt es, ein Verhältnis zur Landschaft haben?

Google, das Wort,  auf einen Zahlenbegriff soll es verweisen für eine Riesenzahl, grenzend  an ein Unendliches. Beim Googlen also im Suchbegriff der „Mona Lisa“  findet „sich“  die Bilder-Auswahl als eine kleine Mentalitätsgeschichte der Deformation. Richtig eingesetzt ergibt die Suche ein anthropologisches Forschungsgerät zur Geschichte des Sehens.
Statistisch zeigen die algorhythmisch ausgegebenen Bildergebnisse „Mona Lisa“ in der Google-Versuchungs-Maschine entweder überwiegend ein Close-up vom Gesichts-Nahbereich der Mona Lisa, oder man erhält ganz viele Karrikaturen und visuelle Verformungen des Motivs als Verballhornungen der Figur.
La Gioconda – „die Heitere“ – oder „die Tröstende“?
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Heiterkeit allein hatte offenbar nicht mehr genügt oder überzeugt in den letzten Hundert Jahren. Immer stärker dagegen wuchs es an, das Bedürfnis, der Heiterkeit des Gemäldes noch etwas anzukritzeln: Ein Schnurrbarrt, eine Brille, eine längere Tabakspfeife etc…
Ein Jahrhundert zeigt sich, in dem allmählich verloren gegangen war das Empfinden für den Gemütszustand der Heiterkeit.
Surrogate traten an Ihre Stelle, die günstiger und billiger zu habende Witzigkeit (Witzischkeit) Hinz-und Kunz-Ironie, Lustigkeit (Lustischkeit) oder eine Art von schiefmündischem Grinsen in Dauerfalschheit.
Proportional – im Verhältnis –  dazu –  ging  ebenso verloren ein Empfinden für den Gemütszustand Melancholie. Man weiß nicht mehr, was das ist, Melancholie.
So wird die Melancholie nur noch verwechselt oder ersetzt  mit Volkskrankeiten wie Depression oder Burnout, während die Heiterkeit allzuoft missinterpretiert wird als die graue Putzmunterkeit eines geistig und mental verödeten Vitalismus.
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Aber Heiterkeit? Deshalb darf man heute fragen: Wie ist jemand innerlich organisiert, der, zum Beispiel wie George Steiner 2008, auf die Idee kommt, einem Buch den Titel zu geben: „Warum Denken traurig macht?“ Wie ist es mit dem Intellekt von jemandem bestellt, der das Denken als traurigmachend denunziert?  Und wie ist mit der Heiterkeit desjenigen bestellt, der der Mona Lisa ein Oberlippenbärtchen anmalt?

Warum wurde das Ge-mählde so oft vom  „Gesichts-Punkt“  des Gesichts her karikiert und nicht vom „Gesichtspunkt“  der Landschaft?

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Na gut, geschenkt, nicht so wichtig. Was den Kosmosphen hier interessiert, ist die „fernste Nähe“, die sich aus der Behandlung der Zentralperspektive ergibt und aus dem offensichtlichen Zusammenhang der Körperhaltung und Kleidung der Frau in Stoffen, Farben und Linien mit den geswundenen und fliehenden Wegen, Bergen und Seen der dahinter liegenden Landschaft.
Ebenso wie die Frage, ob es beim Thema Zentralperspektive noch etwas zu sagen oder zu denken gibt, dass noch nicht gesagt wurde. Findet sich hier im Bekannten ein Noch-Nicht-Erkanntes?

Zentralperspektive: Leonardo am Flachbildschirm.

Der Vorteil eines Gemä(h)ldes gegenüber einem einfachen Bild: Es zeigt eine Vermä(h)lung.  Ein kleiner Wasserfall stürzt über ihre vordere Schulter, dessen Strom im Dunkel der Schlucht Ihrer Arme verschwindet und dann im Hintergrund als fließender Feld-Weg in der Ferne wieder auftaucht und bald auch wieder abfließt – hinein in eine See.
Das ist ihr sehender Weg: Eine um sie herumstürzend herkommende Herkunft und ihr zukommmende Zukunft.
Die Mona Lisa ist – aus ihrem Rücken in ihr Bild gekommen, so, wie man in eine Frage kommt. Die Frau hat zwar Vergangenheit, aber wer das Bild zum ersten Mal sieht, für den kommt die Mona Lisa aus der persönlichen Zukunft.
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Die Lexikas fragen nach der personalen Identität der Figur. Mittlerweile sehr auffällig in der Rezeptionsgeschichte des Bildes steht die Frage nach dem „Wer?“ Wer war die Frau? Gab es sie wirklich? Kennt man ihre „Identität“? Wie war ihr richtiger Name? Hatte Sie vielleicht irgendeine Krankheit? Warum lächelt sie so eigenartig? Sind Ihre Hände geschwollen? Warum guckt sie so komisch? Litt Sie vielleicht an einer Stoffwechselkrankheit oder an einer Gesichtslähmung? Ist es überhaupt eine Frau? Kauft sie bei Amazon ein, oder bestellt sie ihre Klamotten bei Zalando?

Ganz wichtig offenbar war es dem letzten Jahrhundert, diese…. Frau in ihrer Landschaft…. erkennungsdienstlich zu behandeln. Zu gerne möchte man sie   aus ihrer Landschaft herauslösen und an eine erkennungsdienstliche Individualität nageln: Lisa Giocondo… oder Lisa di Noldo Gherardini?
Geboren am… wohnhaft in… verheiratet mit… sozialversichert seit…berufstätig….nimmt gerade das Erziehungsjahr oder auch nicht….
…so, als wäre sie eine illegale Einwanderin oder eine staatenlose Person ohne Personalausweis.

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Sie soll gefälligst staatenhaft werden und mit uns heutigen Wohnungs-und Befindlichkeits-Menschen verheiratet sein, sie soll nicht vermählt bleiben mit ihrer Landschaft. Sie hat gefälligst zu kooperieren mit unserem Wer-bist-Du-Was-machst-du-Wo wohnst du-und-Wie-fühlst-du-dich-Erkennungsdienst.  Sie darf uns verdammt noch mal nicht aus so weit entrückter Ferne so dermaßen zu nahe treten! Wo ist mein Leitzordner, mein Einwohnermeldeamt, mein Stempelkarussel?

So bemüht sich die Forschung seit Jahren dringend, sehr dringend, allzu dringlich, um den Beweis, dass dieser Mensch auf dem Bild da, diese Menschin ja, tatsächlich einen Personalausweis vorweisen kann und zu uns gehört. Ja…sie hat einen Ausweis…eine Zeit lang glaubte man sicher sein zu können, wer die Person war…noch einmal Glück gehabt. Große Erleichterung. Wer hätte das gedacht. Sie ist keine Illegale, keine Sozialschmarotzerin, sondern wahrscheinlich aus identifizierbarem Hause.

Sie aber zeigt die „kalte Schulter“,  die von einem um sie herumstürzenden Wasserfall gekühlt wird. Ein Gemälde mit Wasserkühlung, ein Hochleistungscomputer.

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Dann kippte die Stimmung, und man war sich plötzlich doch wieder nicht so sicher, wen oder was das Bild nun eigentlich zeigt.
Wer mit Nachschlagewerken hantiert, muss diese Nachschlagewerke  immer mit einem Doppelblick für Symptome lesen und erfassen. Jedes Lexikon lässt sich doppelt lesen im Silberblick. Einmal als Nachschlagewerk für Fakten und dann noch einmal als Indiz für die Psychosphäre einer Epoche.
Wonach wird am dringlichsten gefragt? Was liegt am dringlichsten im Interesses der Enzyklopädie? Was gilt gerade als überhaupt nicht befragenswert? Oder in welcher Priorität und Gewichtung werden die Fakten präsentiert? Man darf natürlich auch Lexikas nicht einfach so – lesen – nach Fakten starrend
Die Psychosphäre einer Enzyklopädie-Generation erfasst man, in dem man darauf achtet: Wo liegt der Schwerpunkt der Aufmerksamkeit und die Wahrnehmung der Enzyklopädisten. Welchen Fragen wird nachgegangen?
Was wird hier als mitteilenswert, relevant, erfoschenswert und als wichtig erachtet? Und was nicht.
Und natürlich, wie nicht anders zu erwarten, beschäftigt sich Wikipedia als aller Erstes mit dem individuellen Personalausweis des hier gemalten Menschen.

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Habe ich gerade Mensch gesagt? Fragst du nach dem Menschen oder der Fiktion der Mona Lisa oder fragst du nach der Monna Donna, der Frau aus Fleisch und Blut?  Bist Du an Körpern interessiert oder an Verhältnissen, Proportionen und  Ideen ? War das feministisch oder genderpolitisch korrekt?  Hätte ich nicht lieber sagen sollen Frau oder Frau/in ? Oder habe ich mich gerade als asexuelles und sinnenfernes Neutrum geoutet, dem der Arsch und die Titten der Frau Mona Lisa egal sind? Ein noch schlimmeres Vergehen, aufpassen muss man…

Aber – Gott sei Dank – sie kann ja ganz zugleich sein Mensch und Frau. Eine Menschin. Geschichte einer Kern-Spaltung der Mentalitäten: Frage nach dem Geschauten, dem Menschen, dem Wesentlichen und du bist der Gnostiker, der Protestant, der predigende Spielverderber, der schmallippige und unsinnliche Kuttenträger, Mönch und Mystiker. Eine Nonnen-Kapuze sind ihre Haare für den Spielverderber. Frage nach dem Fleisch und Blut der Mona Lisa und du bist der ganze Kerl, der Konkret-Nehmer als Nichtsogenau-Nehmer, der Lebemensch, der Sinnenfreund, der Gaukler etc…

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Bild-Hintergrund: Der sinnenferne Mönch und Kuttenträger, der nach dem Wesentlichen fragt, der humorlos predigende Jesuit, Asket und Ottonormalprotestant. Bild-Vordergrund: Der gaukelnde Lebemensch und Nichtsogenaunehmer. Der schalkhafte Theatraliker, Spieler und Ottonormalkatholik.

Die beiden europäischen Haupt-Motive der Welt-Sicht-Kern-Spaltung sind seit 50 Jahren, genau genommen seit Einstein, verdampft und haben fertig. Flasche leer. Es lässt sich kein dialogischer Erkenntnisgewinn aus diesen beiden Polen der Welt-Sicht-Kernspaltung mehr ziehen. Jede Art der Literatur, die nach Einstein diese beiden Pole zwischen Ottonormalkatholik und Ottonormalprotestant immer noch befragt hat, oder als „literarisches Narrativ“ ernst genommen hat, ist dummes Zeug.

Dagegen behauptet sich die Kunst des Naturwissenschaftlers da Vinci: Die beiden  Isotope des radioaktiven Welt-Sichts-Zerfalls haben ihn nie interessiert.
Die Welt-Sicht-Kernspaltung war für ihn (noch) kein Thema wie für uns Heutige mit „unserer (Zentral)-Perspektive“ einer schwerverletzten europäischen Geschichte.

Das wäre unser Blick, unser Gesicht auf diesem Bild.

Die kerngespaltene und radioaktive Zerfall der Welt-Sicht zwischen humorlosen Predigern, Mystikern, Wahrheits-Suchern und Kuttenträgern einerseits und den lustigen Gauklern, Künstlern, Nichtsogenaunehmern und Ottonormalkatholiken andererseits macht keinen Sinn mehr bezogen auf die posteinsteinsche Welt –

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Trinity: Die Mona Lisa als Atompilz. Unten die hellen zur Primärexplosion angeschwollenen Hände. Oben der hell aufsteigende Kopf vom Gesicht zum Gestirn, zum Gehirn.

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Aber weil wir nur noch aus unserer heutigen schwerverletzten europäischen Per-Spektive einer Art Welt-Sicht- Kern-Spaltung auf dieses Bild schauen können, erzeugt es seine starke radioaktive Doppelbindung: Steht die Frau aus Fleisch und Blut in ihrem Hier und Jetzt? Oder ist sie eine Menschin im Verhältnis zu den Spuren und Wegen einer Landschaft in Ihrem Rücken, in der PER-SPECTIVE ihres Bild-HinterGRUND?

Einerseits: Gefeiert und gesucht wird die Individualität als Identität. Eine reale Persona nuss die Gioconda gewesen sein, so richtig echt aus Fleisch und Blut, die wirklich existiert hat. Es genügt uns Heutigen nicht allein, dass dieses Gemählde als Ikone unverwechselbar wurde, nein, auch die Frau selbst muss jetzt bekommen eine unverwechselbare Indentität. Mit Melde-Adresse: Lisa della Gioconda oder Lisa di Noldo Gherardini steuernummer… wohnhaft in

Andererseits: Jede „Individualität“ kommt aus einem „Weg im Rücken“, dessen Spur älter und langwieriger vorraus läuft. Die Spur dieses Weges  im Rücken beginnt nicht erst mit seinem Geburtsdatum. Das wäre ihr Verhältnis zur Landschaft.

Wie nomadisch ist die Lisa, die Noma Lisa?

Die heutige scheinbare Schizophrenie:
Als absolut frei interpretiert wird das heutige Individuum und damit herausgeschnitten aus seinem – Verhältnis zur Landschaft –   frei – verfügbar – soll es sein, jedoch herausgeschnitten aus der Fuge seiner Landschaft, den Wegen seiner Herkunft.

Die Passbilder in heutigen  Personalausweisen zeigen im Bild-Hintergrund – keine Landschaft, dafür ein graues Nichts. ENT-FERNT wurde das Individuum  aus seiner Landschaft.  Das landschaftslose Passbild hat das Individuum, wie man so schön sagt: frei-GESTELLT.

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Nur: Ist ein solches absolut ENT-FERNTES Individuum mit Personalausweis und einem Passbild mit grauem Nichts, noch ein ganzer Mensch? So ganz ohne Landschaft?

„Sie möchten also beantragen ein Visum für die Andromeda-Galaxie?  Dann kommen sie ins Konsulat und bringen’S bitte zwei Passbilder mit, die Sie zeigen und ihre Landschaft im Hintergrund .“  (Kosmo-Bürokratie)

Daher das Missverständnis, die Renaissance habe das moderne Individuum erfunden. Hat sie natürlich nicht. Sie hat in ihren besten Momenten den ganzen Menschen sichtbar werden lassen in einem  – Verhältnis –  zu einer Landschaft.
Das moderne, absolut frei-gestellte Individdum, ist eine Halluzination von Rousseau und der französischen Revolution.

Eine vorsichtige Antwort soll an dieser Stelle einmal versucht werden, auf die immer sehr schwerfällig gestellte Philosophenfrage, was den nun eigentlich ein Mensch als Individuum sei und wie es dann mit der Definition seiner Freiheit bestellt ist?

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Das Wort Individuum heißt und meint „Das Unteilbare“. Und das stimmt auch.
Auf was aber bezieht sich die „Unteilbarkeit?“  Tatsächlich ist der Mensch als Individuum un-teilbar (un-trennbar) mit der Spur und dem Weg seiner Her-Kunft verbunden. Er kommt aus einem bestimmten Generationenweg der DAUER in seinem Rücken, seiner Herkunft nach.
Dieser Weg ist der Weg seiner Ahnen und seiner Ähnlichkeit, die ihn auch geprägt haben. Sei es in Kritik an den Ahnen oder in Zuwendung.  Mit dieser generativen Rückbindung nach hinten ist er UN-TEIL-BAR verbunden.
Aber als vernunft- und geistbegabtes Wesen kann er sich ebenso MIT-TEILEN, zum Beispiel über die Sprache, entweder anderen Menschen oder er teilt sich MITT seinem Gemahl oder seiner Gemahlin zu zu einem Gemählde.
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Die Freiheitsgrade seiner MIT-Teilbarkeit eröffnen ihm zugleich Freiheitsgrade der Erkenntnis seiner selbst in Bezug auf seinen unteilbaren Herkunfts-Weg im Rücken.
Je mehr Vergleichsprozesse ich bewusst mit anderen Individuen oder deren Gedanken in MITT-Teilung durchführe, desto mehr schärft sich die Wahrnehmung für das eigene Profil.
Und die Freiheitsgrade seines MIT-Gefühls zu anderen Menschen eröffnen ihm Freiheitsgrade, selbst wenn er stumm, taub oder blind geboren wurde. Weil der Mensch, der im Mit-Gefühl steht, sich allein schon dadurch mit-teilt, dass er ein Mensch unter anderen Menschen ist, die dieses Mit-Gefühl mit ihm teilen.
Mitgefühl ist also ein Mitt-Teilungs-Gefühl und kann insofern allen Menschen unterstellt werden, solange es immer eine statistische Normalverteilung gibt, in denen Menschen mit Mitgefühl zahlenmäßig überwiegen, was optimistischer Weise hier angenommen wird.
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So kann rein statistisch von einer normalverteilten Mehrheit auch für diejenigen gesorgt werden, deren Freiheitsgrade durch Krankheit oder andere Ursachen (Herkünfte oder Unglücksfälle) eingeschränkt sind.

Was man hierbei nur noch beachten sollte: Auch Konflikte, Konkurrenzen, Streit etc…sind Phänomene, die ebenso auf MIT-Teilungen beruhen. Denn ein Streit dreht sich ja immer UM eine gemeinsame Interessens-Achse in der Mitte des Streits. Gäbe es keine solche gemeinsame „um“-strittene Interessensachse, dann hätte der Streit oder der Konflikt seinen archimedischen Punkt verloren. Dann gäbe es keinen Streit, also auch keine MITT-Teilung. So sind denn auch „negative“ Mit-Gefühle wie zum Beispiel Ablehnung oder Wut nichts desto trotz Mitt-Gefühle in einem gravitativen Ungleichgewicht, das darauf hofft, qua Handeln oder eben qua Streit ein Gleichgewicht wieder herzustellen.
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Wenn man um diese Mechanik weiß, kann man de-engagiert, also nichtkatastrophisch streiten, vorrausgesetzt dem anderen ist diese Sachlage ebenso bewusst.

Eine Philosophie zum Individuum (das Unteilbare) hätte also mit-zu-teilen, dass die gegebene UN-TEIL-BARKEIT nach hinten (der unteilbare individuelle Weg der geschichtlichen Herkunft) in diversen Akten der MIT-TEILBARKEIT  zu anderen Menschen peu a peu kompensiert werden kann, wobei sich eine Bewusstseinserweiterung im Hinblick auf die eigenen Existenz einstellt und der PER-SPEKTIV-WINKEL des Bewusstseins sich dadurch erweitert und damit auch der FreiheitsGRAD im Tun und Lassen.  Dieser Weg ist prinzipiell ein Konjunktiv und deshalb gibt es das Wort „Würde“ – das ja ein Konjunktiv von Werden ist. Dieses Werden aber meint den WEG der Herkunft ebenso wie den der Zukunft.

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Je mehr ich über mich selbst weiß oder an Selbsterkenntnis erlange, desto größer wird mein „Spielraum“ in dem ich mich selbst als Marionette dieses UM-mich-selbst-Wissens ausführen kann. Allerdings erfordert dieser Akt der Selbsterkenntnis einen Willen und eine gewisse Beuge-Arbeit, auf die man sich durch Selbstaufmerksamkeit einlassen muss und die einem niemand anderer abnehmen kann. Von allein und einfach so stellt sich der aktiv handelbare und erweiterte Bewusstseins-Perspektiv-winkel nicht ein.

Heidegger befragt nach seinem VERHÄLTNIS zum Seyn, antwortet, Zitat: „…dass das Seyn, bzw die Offenbarkeit des Seyns den Menschen braucht und dass umgekehrt der Mensch nur Mensch ist, sofern er in der Offenbarkeit des Seyns steht. Damit dürfte die Frage, inwieweit ich nur mit dem Seyn beschäftigt bin und den Menschen vergessen habe, erledigt sein. Man kann nicht nach dem Seyn fragen, ohne nach dem Wesen des Menschen zu fragen.“

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Damit hat er eigentlich das Prinzip des da Vinci formuliert:
Leonardo hat keine Bilder produziert, sondern Gemahl und Gemahlin in einem Gemählde vermählt.
In diesem Falle: Eine Menschin mit einer Landschaft. Die Menschin  – im Verhältnis mit ihrer Landschaft – steht in einer Lichtung des Seyns  – leicht eingedreht da. Sie folgt Ihrem „Spin“, einer Ein-Drehung.
Die Mona Lisa – west an.  Nicht ganz frontal zeigt sie sich, sondern kommt aus einer Zu-Wendung, die einer kleinen Tendenz zur Ab-Wendung zeigt.
Eine Not-Wendigkeit. Eine Drehung. Ihr Körper hat die Tendenz zur „kalten Schulter“.  Die Figur dreht sich von hinten aus einer ENT-fernten, ab-wegigen Dauer in den Blick hinein. Erst mit dieser minimalen Eindrehung/Einwendung von Kopf und Körper bekommt ihre Figur einen Bezug zum RÜCKEN oder zu einer BE-RÜCKUNG. und damit zum  – landschaftlich ab-wegigen –  Hintergrund, der als HinterGRUND mit dem kleinen ebenfalls in sich gewundenen Kleidungs-Wasserfall über ihrer Schulter beginnt und sich im HinterGRUND als gewundener Feldweg fortsetzt.
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Der kleine gewundene Feldweg, sichtbar,  jedoch hinter ihrem RÜCKEN, lässt offen, ob sie von dort her-kommt oder ob das nicht ein zu-kommender /zukünftiger Weg sein könnte, vielleicht sogar ein Weg, den man mit der Lisa della Giocond0 gehen kann.

Die bekannten Fragen: Willst Du mit mir gehen?

Willst du mit mir kommen?  Kommen? Bist Du gekommen?
Gekommen ja, aber woher?
Woher kommst du? Aus welcher Landschaft?
Auf welchen Wegen?

Frage am Standesamt: Wollen Sie mit dieser Frau oder diesem Mann auch den kommenden Weg teilen, der sie beide zusammengeführt hat? Wollen Sie gemeinsam herkommen? Von wo? Von wo kommen Sie her? Welche Herkunft?
Hier kommt zusammen, was zusammen ge-HÖRT.?

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Aber seien wir doch mal realistisch. Wie abgrundtief verstiegen, romantisch und geschlechtsneutral muss dieser Leonardo da Vinci eigentlich gewesen sein, um so ein Gemählde zu vermählen?  Die Realität sieht doch ganz anders aus.
Man weiß doch ganz allgemein, wie und zu was sich Ehepaare am Ende wortlos auserzählen und wie viele von ihnen begonnen haben, ohne sich je etwas gesagt zu haben… Der Herr Gemahl und die Frau Gemahlin – wie gemahlt.
Nein, nein…das ist zum Glück nicht immer so, da darf man sprechen viel optimistischer freundlicher und positiver.

Wenn von Realität die Rede ist, dann müsste man sagen, dass wir bis heute vor diesem Gemälde herumhopsen wie die Primaten vor Stanley Kubriks schwarzem Monolithen. Da können wir dem Gemählde, der Gemahlin oder dem Gemahl noch so viele Witzischkeits-Applikationen ankritzeln, den tausendsten Schnurrbart oder die fünfundvierzigste Brille aufsetzen oder den nächsten Joint ins Gesicht stecken – wir bleiben da unten und hopsen und zetern und kreischen – als die felltragende bucklichte Verwandschaft der Monnaconda.

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Kann sein, ein absolut banaler Grund hat dieses Bild so werden lassen, wie es sich jetzt zeigt.  Durchaus möglich, es wurde bereits beauftragt mit der Intention,  die Mona Lisa keinesfalls darzustellen „ungebunden“.
Möglicherweise angewiesen hat der Auftraggeber den da Vinci
„seine Frau“ zu mahlen als vermählt.

Gesagt hat er vielleicht zu Leonardo: Male sie, aber male sie so, dass ihre Haare wirken wie eine Nonnenkapuze. Nicht aufreizen soll sie andere Blicke mit ihrer  Figur. Zeige Sie da seiend, aber mache klar, dass sie „gebunden“  ist.
Stelle heraus ihre Schönheit aber halte alles züchtig im BE-GRIFF.

Ikonische Strenge und Nichtüppigkeit, daraus ergibt sie sich möglicherweise, die ganze Anodnung. Aber  das Gemälde ist deswegen wohl kaum verklemmt.

Noch ein anderer Aspekt betrifft die Alterung und die Nachdunklung. Die Nachdunklung schwächt die Farbkontraste ab und lenkt die Aufmerksamkeit auf den Geist des Gemäldes.
Auch dieses ein Effekt der DAUER und nicht der Zeit.
Die Mona Lisa gibt einen idealen Vergleichsprozess, wenn es darum geht, zu erkunden, ob jemand im Rahmen seiner Ausdrucksmittel (Schrift, Stift, Pinsel oder Sprache)  etwas sagt. Oder ob er schwafelt. Das Schöne an dem Gemälde ist, das Leonardo da Vinci keine Kunst zeigt, sondern Welt, Kosmos und Natur. Und genau eben deshalb ein Künstler ist.

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Ein anderer „Gesichtspunkt“ der Zentralperspektive betrifft die moderne  Relativitätstheorie und Astrophysik.

Ein Wort mit einer sehr scopischen oder per-spektivischen Kompetenz ist das Wort „ENT-FERNUNG.“

Die heutige Astrophysik geht davon aus  (geht davon aus – schöne Redewendung), dass „weit entfernte Objekte“ eine Größe und eine Masse aufweisen, die unabhängig von der ENT-FERNUNG des Beobachters eine Realität hat.  Sie glaubt, dass zum Beispiel ein Planet eine bestimmte  Größe und eine bestimmte Masse aufweist.
Tatsächlich aber hat er nur eine verhältnismäßige Masse und eine verhältnismäßige Größe im Verhältnis zu seiner ENT-FERNUNG.

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Wenn ein Astrophysiker sagt: „Dieser Planet dort hinten zeigt sich dem bloßen Auge als kleiner Punkt. Aber „in Wirklichkeit“ ist er doch ziemlich groß – dann wäre dem aus Sicht einer zentralperspektivischen Kosmologie zu entgegnen:
„In Wirklichkeit“ – also jetzt und hier  – ist dieser Planet WIRKLICH KLEIN. Aber wenn ich mit GROßEM Aufwand ein großes Teleskop baue und dann hindurchschaue, dann MACHE ich den Planeten größer. Und zwar durch die reale Herstellung einer gebeugten Reflexions-Fläche.
Ebenso MACHE ich den Planeten auch größer, wenn ich zum Beispiel ein Raumschiff baue und hinfliege.

Das interessante an dem Wort ENT-FERNUNG ist seine transitorische Qualität. Ich ENT-STAUBE ein Regal, soll heißen: Ich mache den Staub weg. Oder man sagt: Ich ENT-FERNE die Vogelscheiße von der Schulter meines Sakkos, dann klingt das ENT-FERNEN plötzlich nach enormer Nähe und Er-REICHbarkeit.

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Sind dann die Aussagen der Astrophysiker zur Größe des Jupiters oder zur Größe des Sterns Arcturus falsch? Nein.
Es ent-spricht natürlich der Wa(h)rheit, dass der Jupiter zum Beispiel im VER-HÄLTNIS (Proportion) zur Erde eine ausgezeichnete Größe und Masse hat.

Und es ent-spricht auch der Wa(h)rheit, dass die Sonne  – im Verhältnis – viel größer ist als der Jupiter. Ebenso entspricht es der Wa(h)rheit, dass Arcturus noch einmal – im Verhältnis – viel größer ist als die Sonne.
Denn das alles ent-spricht ja einer Ver-Hältnis-mäßigen Ordnung (Einem Ver-HALTEN) in der Anordnung aller Massepunkte des Sonnensystems und des Universums.
Eine Verhältnismäßigkeit in einem Verhalten, aus der auch der Mensch hervorgegangen ist.

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Falsch wäre es jedoch, zu sagen, die Sonne oder der Jupiter hätten eine absolute Größe und eine absolute Masse, die unabhängig von der ENT-FERNUNG ausgesagt werden kann. Denn: Würden Sonne und Jupiter aufeinanderprallen, könnte man nicht mehr sagen, ob der Zusammenstoß dem Jupiter einen Massezuwachs beschert hat oder der Sonne.
Im Zusammenstoß heben sich die beiden „Objekte“ Sonne und Jupiter auf. Sie haben sich im Zusammenstoß ENT-FERNT.

Hier kann die Zentralperspektive der Renaissance der heutigen Astrophysik/Kosmologie auf die Sprünge helfen: Das Grundprinzip der Zentralperspektive ist ein FLUCHTpunkt, der in einer gedachten Unendlichen die Parallelen zweier Linien in einem BRENNpunkt zusammenführt.

Das entspricht dem alten Witz von den zwei Wanderen, die auf einem Einsenbahn-Schienenstrang laufen, und der eine Wanderer sagt: Da vorne kommen wir nicht mehr durch.

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Das Verrückte daran ist aber jetzt, dass diese „fliehnden Linien“ auf einem FLACHEN Stück Leinwand oder auf einem FLACHEN Stück Pappelholz beim Betrachter den EIN-DRUCK hervorrufen, die Fläche habe eine TIEFE.

Und noch erstaunlicher ist, dass „in Wirklichkeit“ alle Punkte auf der realen stofflichen Fläche des realen Zeichenpapiers gleich weit vom Betrachter ent-fernt sind. Das heißt: Sie sind alle gleich NAH. Die fernste Nähe.

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Wie ist das möglich? Eine Täuschung? Oder ein Tausch?
Der (seriöse) Wissenschaftler würde jetzt sagen: Der perspektivische da Vinci  „täuscht“ den Betrachter, in dem er die Raum-Anodnung in einem WINKEL-Verhältnis zueinander in Beziehung setzt. Sein Papier oder sein Pappelholz bleibt flach. Es hat  – in Wirklichkeit – keine Tiefe, obwohl der Betrachter eine TIEFE wahrnimmt.

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Die Frage allerdings, die sich hier wieder stellt: Was ist eine Täuschung? Wo doch Täuschen auf einen Tausch verweist. Man kann sich die Frage stellen, ob eine perspektivische Zeichnung auf einem Blatt Papier der Wirklichkeit des realen Kosmos viel näher kommt, jedenfalls einem Kosmos, in dem jede SICHT auf ein  Objekt und dessen relative Größe von der WINKEL-ÖFFNUNG eines Teleskops, sprich: von seiner BRENN-WEITE abhängig ist.

(Bezogen auf eine Sanduhr entspricht der WINKEL einem ZEIT-lichen Verhältnis zu einem zentralen Masse-Fluchtpunkt – in diesem Falle: dem schwarzen Loch.)

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Dass ein Objekt als GRÖSSER oder KLEINER wahrgenommen wird, bleibt ja unmittelbar mit der Frage vermählt, ob mein Teleskop einen GRÖSSEREN oder eine KLEINEREN  ÖFFNUNGS-WINKEL hat, der das Licht auffängt und bündelt. Dass ein Objekt größer wird, heißt nichts anderes als: Sein Winkel öffnet sich nach vorn. Oder: Das Objekt –  flieht – fliehend –  auf den Betrachter zu. Wenn das Objekt kleiner wird – dann „verengt“ sich der WINKEL nach hinten.

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Man hat sich oft die Frage gestellt, was Heidegger damit meinte, wenn er sagte: Die Kunst könne womöglich ein Hinweis geben, wie Technik/Wissenschaft und Poetik zusammengehen. Die Antwort lautet: Sie waren ja nie ganz getrennt. Außer natürlich in einer bestimmten Art des Denkens.

Was tut ein Naturwissenschafts-Künstler wie Da Vinci?
Er muss sowohl ein Analytiker sein als auch ein Synthetiker.
Genau so, wie es Adam Müller beschrieben hat. Und das war er auch.
Wie jeder gute Forscher und Wissenschaftler.
Erst, wenn man die Farben und Pigmente im aufmerksamen Studium analytisch, das heißt: wissenschaftlich trennend in diversen Versuchen und Laboranordnungen von einander getrennt betrachtet hat, in Ihrer WIRKUNG analysiert hat, um sie  in EIN-SICHT zu VERSTEHEN erst dann kann er sie auch wieder zu einem Ganzen zusammensetzen, das heißt: Synthetisieren und vermählen zu einer Kunst im Gemählde von Gemahlin und Gemahl.
An dieser Stelle darf man es auch einmal sagen: Kunst kommt nicht von Können, sondern von Kennen in Er-Erkenntnis.

Was haben Maxwell und Faraday gemacht? Sie haben zunächst die Elektrizität und den Magnetismus getrennt wahrgenommen und analysisert, um dann nach der Analyse in einer Synthese zum Faraday-Maxwellschen Elektromagnetismus zu gelangen. Analyse – Synthese.

Was hatte vor ihnen Newton getan?  Er hat das Licht am Prisma zunächst analytisch auseinander genommen. Aber warum hat er es durch eine enge Lochblende geschickt und überdies in einer „dunklen Kammer“ analysiert ? (Wofür ihn Goethe so sehr gehasst hat.)

Nicht deshalb, wie Goethe gezetert hat, um das Licht labormäßig  in scientistischer Isolation un-an-schaulich auseinanderzunehmen, sondern deshalb, weil Newton – im Gegensatz zu Goethe – ein Denker und Ver-Dichter war, der sehr gut wusste, dass seit der Renaissance das Licht und seine Strahlengänge immer nur durch einen Öffnungs-WINKELl, das heißt mit einer Lochblende in einer schwarzen Kammer, die unserer schwarzen Pupille gleicht in den FOCUS einer Einsicht gerät. Wer etwas über die Natur des Lichts erfahren möchte, muss sich also zunächst ins Dunkle begeben.

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Denn die Loch-Blende entsprich ja dem STERN am schwarzen Himmel. Schon in diesem Vorgehen bewies Newton einen SYNTHETISCHEN Instinkt, weil er bewusst oder unbewusst richtiger Weise davon ausging, dass Licht zunächst einmal von einer Quelle mit räumlich begrenzten Umfang, nämlich dem Stern abgestrahlt wird.
Damit war Newtons Vorgehensweise zugleich die kosmologisch realistischere als auch die „stimmigere“ Art der Natur-Wahrnehmung.
Selbstverständlich war Newtons Vorgehensweise kosmologisch genauer und damit  bereits ein künsterischer Akt.

Newton und Maxwell/Faraday waren – ebenso wie da Vinci – Wissenschaftler und Künstler, Auseinandernehmer und Zusammensetzer, Analytiker und Synthetiker.

Erst, nachdem da Vinci  und seine Vorgänger die Anatomie von Linien und Flächen und das „Sehen“ wissenschaftlich analytisch auseinander genommen hatten, erst dann konnte er sie wieder – verstehend –  zu einem (künsterischen) Ge-mählde vermählen.
Zusammengefasst heißt das nichts anderes als:
Ein Mensch ist der, der be-GREIFT, womit er es zu tun hat.

Wer die Mona Lisa stiehlt, hinterlässt die un-heimlichste Spur, die man sich denken kann: Den weißen Schatten, ein heller Fleck auf einer flachen Wand.

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