Im Bauchgefühl des Trojanischen Pferdes

Der Sodium-Laser, der die Schärfe hütet:

Muss Technik selbst polemisch sein? – fragt sich mein Ineinander.
Wozu Polemik? Brauchst Du immer dein Dagegen?

Wer die Schärfe hüten will, muss sich bewegen –  sage ich.
Die Schärfe hüten, heißt: Wachen im Flimmern, im Zittern, im Hauch
das Auge führen, das nicht schläft, es sieht den Bauch…

…des hölzernen Pferdes?

Es hat ein Bauchgefühl?

Unterbrich nicht, du alter Kalau.

Ein Baumgefühl, der Buchen wegen!

Ein Raumgefühl im Buchstabenregen…

War dieses Pferd gebaut aus Buchen?

Nein, doch dieses wissen wir : Sein Holz kommt vom Papier.

Zurück zum Sodium-Laser – was bedeutet ihm: Der Beam…?

Die Schärfe hüten heißt, den Dunst im Abgleich auszuschalten!

Nein, die Schärfe hüten heißt: Die Luft im Flimmern zu gestalten!

Den Stern verwalten – in der Thermik, die ihm weht.

Er ist kein starrer Star, er funkelt, flimmert – ist doch klar.

Adaptive Optik nennt sich das. Wachheit des Spiegels, Fackeln im Glas.

Flimmern im Gas.

Die Luftschichten mitsichten,
das Flimmern und Funkeln verlichten…
Der Abgleich – in der Sache inter e s s i e r t.

Die Thermik teilt sich – mit.

Ganz genau – nur dann ist man exakt.

Was soll daran polemisch sein?

Der Sodium-Laser gibt den Leitstern, bewegt wird der in Thermik,
nimmt das Flimmern mit und schickt’s dem Untergrund des Teleskops.
Ein zweiter Spiegel, halbdurchlässig, nimmt das Flackern auf
und fackelt selbst auf tausend Stempeln, die ihn heben, senken und – ad-hoc
regiert er – mit.

Mitwipper und Mitwisser einer Luft, die eine Stimme hat, die Wiege ist.

Nur deshalb wird das Bild dann klar.

Nicht starr, nicht starr, doch klar!

Sag ich doch…

Der Sodium-Laser, der die Schärfe hütet.
gibt den Leitstern für das Teleskop.

Stimmt es ein.

Aber mitflackernd….

…ja…ja…ja

Die fackelnden Prozesse, erfasst mit dieser Stimme,
nehmen uns die Sprache ab.

Dann…dann.. dann….?

Was dann? Ein Stimmern?

Nein, dann haben wir die Fackel verloren, äh..ich meine die Stimmer, die Sprache..

Dann gibt’s keine Metapher mehr. Für immer.

Wenn das trojanische Pferd aufplatzt

…dann hat’s sich ausmetaphert.

Das Platzen schafft den Platz.

Sollen wir drin bleiben?

Dienst an der Klarheit?

Sodium-Laser, adaptive Optik, Polemik der Technik.

Das Hüten der Schärfe geht –

mit dem leisesten Bauch.

Es ist so dunkel hier drinnen.

Halt die Klappe

auf.

Wie jeder Ton sich hebt und senkt in seiner Kehle, so wiegt ein Stern sich jeder Seele auf und ab. Kein Meer ist glatt, kein Segel platt, kein Sturmwind hängt ganz gerade. Der Mast ist Baum, das Holz ist Raum, das Schiff kennt sein Gestade. Pferde schnaufen in den Planken, der Boden bäumt sich in den Flanken – Troja – heißt die Stadt.

Diese Lyrik kommt mir hölzern vor.

Dann geh‘  jetzt los und öffne das Tor.

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