Mumien, Monstren, Mutationen…

Schwarze Löcher  und Ereignishorizonte sind heute eine Herausforderung für jeden kosmosophisch Inter-essierten. Eine Art Pflichtfach. Außerdem sind sie sehr geheimnisvoll und offenbar sehr wirkmächtig.

Auf jeden Fall muss man den beobachtenden Astrophysikern der letzten Jahrzehnte für ihre Entdeckungen gratulieren. Sie haben gut gearbeitet.

Die Leute von BBC machen die besten Dokumentationen zur Naturwissenschaft. Hier an diesen wirklich schönen 9 Minuten fällt die Schwierigkeit der Veranschaulichung auf. Aber auch eine bestimmte Unentschiedenheit.

BBC hatte den kecken Einfall, das Nuker-Team ausgerechnet zu einer Art Tafelrunde zu arrangieren. Das ergibt eine nicht ganz so lustige Assoziation zu einer anderen berühmten Film-Szene, in der auch gegessen wurde.
katze-0062.gif von 123gif.de


Die Verlegenheit in diesem Beitrag: Man bedient  sich des bekannten Gummi-Tuchs, um die „Raumzeit“ als von Massen gekrümmte „Geometrie“ darzustellen.

Was immer ziemlich irreführend ist. Das sieht dann immer so aus,
als gäbe es eine „Raumzeit“ und eine „Masse“, welche die Raumzeit krümmt.
Andererseits aber zeigt man Wirbel, was die Sache schon eher trifft.

Und dann merkt man, dass die Physiker, wenn sie sprechen,
wiederum klüger sind, als alle Bilder.  It involves….

Dem Kosmosophen tun sich hier einige Fragen auf.

Zunächst mal kann man sich fragen: Sind schwarze Löcher wirklich
so ungewöhnlich?

Wenn mir ein Glas vom Tisch fällt, dann verschwindet seine Form.
Es wandelt sich um in ein Scherbenhaufen.

Seine schöne elegante rotweinseelige Form
ist dann leider weg – irgendwie verschluckt. Irreversibel.

Sie kommt so nie wieder. Diese Form ist einfach weg. Sie ist sozusagen im schwarzen Loch des „Einfach-vom-Tisch-Fallens“ – verschwunden.
Das Glas – so wie es wa(h)r – ist weg.

Wo ist die Kerze hin, wenn sie abgebrannt ist? Also genau diese Kerze?
Wo ist die hin? Klar, sie hat ihre Energie mit der Umwelt abgetauscht, aber trotzdem: Genau diese schöne Kerze ist einfach weg. Ich meine genau diese Kerze. Nicht irgend eine Andere. Ich kann genau diese Kerze nicht rückverwandeln. Genau diese Kerze wurde verschluckt.
Sie ist weg. Für immer.

Genau diese Party – wo ist die – wenn die Party vorbei ist?

Sie ist weg.

Aber was heißt weg?  Müsste man jetzt „wäägg“ schreiben, damit man es nicht mit dem – Weg –  verwechselt? Dem UNTER-WEGS-SEYN.?

Immerhin kann ich mich an die Kerze erinnern, an das Glas und an das Fest. Also so richtig weg, absolut und total verschwunden ist das alles nicht.
Die Tatsache, dass ich genau dieses Weinglas benutzt habe, das mir dann genau in diesem Moment heruntergefallen ist, hat natürlich irreversible Folgen, enorme Folgen. Ich musste vom Tisch aufstehen und draussen in der Küche einen Lappen suchen und gleich noch Handfeger und Müllschippe mitbringen etc….

Zu dem hat genau dieses Glas auf genau diesem Fußboden gewisse Spuren hinterlassen, die mich nun auch immer noch an dieses Glas erinnern.

Jedes Verschwinden von etwas, produziert auch immer etwas. Und sei es nur eine Leerstelle, die bald wieder aufgefüllt werden kann. (Neue Kerze, neues Glas kaufen, weil: Ich erinnere mich daran, wie Glas und Kerze ersetzt werden müssen.)

Man kann sich also die Frage stellen, ob ein Stern oder eine Materie, die von einem schwarzen Loch „gefressen“ wird, in seinem Rücken nicht jede Menge Folge-Ereignisse produziert. Wenn das schwarze Loch davon noch größer und schwerer wird, dann kann eigentlich überhaupt nicht von irgendeinem „Informationsverlust“  die Rede sein. Denn seine angewachsene Schwere und Dichte hat ja wiederum in-formierende Folgen.

In sofern wäre Steven Hawkins Frage und der Streit darum damit belichtet. Die Idee, dass Information „in ein schwarzes Loch fällt“ produziert falsche Fragen. Weil jede Materie, die hier verschluckt wird, Folge-Ereignisse „nach sich zieht“.

Das schwarze Loch ist: DAS INFORMIERENDE.

Damit dürfte auch klar sein, dass es überhaupt gar keinen Unterschied zwischen sichtbaren und unsichtbaren Vorgängen im Kosmos gibt.

Die Formulierung -:

„Etwas – fällt –  in – ein schwarzes Loch hinein“  – produziert bereits die falschen Fragen.

Denn Sterne, Materie, Staub und Schwarze Löcher  befinden sich nicht
„im Weltraum“ – Sie sind nur verschiedene Dichte-Zustände des Weltraums selbst. Sie  – n e h m e n  Teil am Weltraum.

Falsch ist auch die Rede vom Licht, das „den Weltraum durchquert“.
Richtig muss es heißen: Licht – wird. Es nimmt Teil am Weltraum.

Das schwarze Loch wird dann eben noch dichter und immer dichter und schwerer und seine Schwerheit bedeutet: seine herbeiziehende, nach sich ziehende Kraft wächst, was ja  Auswirkungen auf das gesamte Umfeld hat… So kann seine Schwere letztlich auch positive und verdichtende Auswirkungen auf Sternen-Entstehungen haben etc…

(Genau das wurde in der Andromeda-Galaxie bereits nachgewiesen.)

So könnte man ein schwarzes Loch als die starke bis sehr starke und beschleunigte Version dessen ansprechen, was im Grunde ganz alltäglich sowieso überall und jederzeit passiert. Etwas vergeht oder verschwindet und „zeitigt“ dadurch Folgen….Neuigkeiten.

Schwarze Löcher sind also im Prinzip nichts anderes als die Redewendung von einem „Fall“ der eintritt. Wie heißt es so schön:
„In diesem Falle machen wir es so oder so…“

Zudem kann man sich fragen, ob nicht jedes Auge im Schwarz seiner Pupille eigentlich bereits ein schwarzes Loch ist.
Was ins Auge fällt, das bleibt darin, für immer.

Was mit gefällt, das verliere ich nicht aus dem Auge.

Eine andere Frage, die sich stellt:
Gibt es überhaupt ganz unbewegte Schwarze Löcher?
Die Antwort lautet: Nein. Weil die Galaxien sich ebenfalls bewegen.
Da wirkt also etwas, das noch stärker ist, als die stärksten Schwarzen Löcher.
Die bewegende Kraft des Alls, welche die Galaxien bewegt und die schwarzen Löcher darin. So kann man davon ausgehen, dass die Bildung und die Geburt von Galaxien mit ihren Monstern im Zentrum vermittelt ist, aber prinzipiell sind wohl auch die Monster eine Folge von etwas noch Stärkerem –

Aber um diese Probleme zu klären, muss man erstmal bereit sein, die Rolle des Beobachters zu klären, also des Menschen, der mit seiner ganzen technischen Evolution dem Universum nicht „gegenübersteht“ – sondern evolutionär mit seiner ganzen Technik mit dem Monster interagiert.

Was genau sehen wir, wenn wir das Universum sehen? Wir sehen immer nur ein Verhältnis innerhalb einer Ad-Hoc-Verschränkung mit diesem All. Was das All uns zeigt, ist nicht zufällig. Es ist absolut fällig im Sinne der Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Verhältnisses – in der Dauer.

Es ist auch kein Zufall, dass die Sensoren der Infrarot-Teleskope besonders tief heruntergekühlt werden müssen, um „warme“  – infrarote Bilder zu „empfangen“…

Die Energie zur Kühlung des Teleskops, wo taucht die in der kosmologischen Beobachter-Bilanz auf?? Sie wird unter den Tisch gewischt. Sie verschwindet im schwarzen Loch.

Die Energie zur Kühlung des Magnetrings..Wo taucht die in der informationellen Bilanz des  Experiments auf?? Nirgendwo. Auch sie verschwindet in einem schwarzen Loch.  Sie wird unter den Tisch gewischt.

Die Energie, die es braucht, um einen Satelliten in die Umlaufbahn zu befördern…ach was – um ihn überhaupt erstmal zu bauen. …die ganze Energie, die es braucht, einen Hohlspiegel zu formen…einen Rechner zu betreiben..wo taucht die in der kosmologischen Beobachter-Bilanz auf? Nirgends.

Schwarze Löcher überall….

Das All sieht uns an und sagt: „Schöne Sterne habt ihr da. Schöne Teilchen. schöne schwarze Löcher. Aber vielleicht wäre es ja insgesamt aufschlußreich, Martin Tajmars Experimente im großen Stil einmal weiter zu verfolgen, oder sich einmal Gedanken zu machen über den eigentlichen Grund für die Temperatureffekte in dem berühmten – und bis heute nicht verstandenen Ranque-Hilsch-Wirbelrohr.“

Und dabei kichert es sich eins in Goethes Fäustchen und sagt:

Guten Appetit.

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