Noch einmal Heidegger: Stadt, Land, Sprache…

Bei Heidegger, um ihn herum…findet sich ein Ungelöstes. Eine Art Rätsel. Warum und wozu nahm er im Denken den bäuerlich-feldgängigen, den ländlichen Sprachton an? Ein Ton des Sprechens und Denkens, der sich bei ihm irgendwann verdichtet hatte zu einer Note, die bis heute angezweifelt oder ignoriert oder gar nicht verstanden wird; die Aussage und Behauptung nämlich, dass „die Sprache spricht.“ Oder noch verschärfter: Dass die Sprache wahr spricht und hier umfassend objektivierbar sich in das hineinbohrt, was man die wirkliche Wahrheit (Aletheia – das Unverborgene) nennen kann.

Mit dieser Note steht Heidegger seit ungefähr 60 Jahren…nicht ganz allein aber doch halbverstanden, kaum verstanden und immer verdächtig… zwischen den federnden Intentionalisten des Sprachgebrauchs, die auf einen Psychologismus der Intentionalität und Kulturrelativität allen Sprechens hinweisen, was sie als „Sprachreichtum“ markieren oder regelrecht abfeiern – während auf der anderen Seite seine Anhänger als „Heideggerianer“ zumeist hilflos – eben „heideggernd“ davon zeugen, dass der Philosoph selbst zu Lebzeiten auch nicht immer der Konsequenteste seiner Methode gewesen war, und auch nicht immer die hellsten Schüler um sich versammelte.

Dabei ist Heideggers Feld, – Wald – und Wiesen-Gestus gar nicht antimodern oder antistädtisch oder antizivilisatorisch. Er spricht noch nicht einmal wirklich bäuerlich. Heidegger spricht eher vorstädtisch. Heidegger wohnt im Denken vor der Stadt, aber er kennt die Stadt sehr gut. Vielleicht kennt Heidegger die Stadt sogar sehr viel besser als die meisten heutigen Stadtbewohner. Ich denke, er umkreist sie. Sein vorstädtischer Sprach-Gestus war die bewusste Wahl eines modernen Zivilisationszeitgenossen und nicht, wie manchmal behauptet wird, generativ hineingeprägt in das milchverglaste Gemüt eines Schafhirten und Messkirchdieners, der irgendwann Philosophie studiert gehabt hatte. Wer von einem Edmund Husserl philosophisch sich ableitet, der zählt ein für alle mal als ein Moderner. Der gehört in eine Zivilisation, die ihre eigenen „Um-Kehren“ immer schon parat hat.

Zunächst muss ich mir kurz das Wort Orbis vergegenwärtigen, von dem sich auch der kosmonautische Orbit ableitet. Orbis wird übersetzt einerseits mit Gleis, Geleis, also Weg und andererseits mit „Umkreis“ im Sinne von „Umland“ oder „Welt-Kreis.“ Die lateinische Formel Urbi et Orbi wird schnell mit „Stadt und Land“ übersetzt, meint aber etwas offener Stadtkreis und Weltkreis. So gesehen wird in der Formel, die älter ist als das institutionalisierte Christentum und schon bei Ovid auftaucht, eine Unterscheidung ansprechbar.

Angesprochen wird hier, wie ein Stadtkreis immer umgeben ist oder eingebettet wird von einem Umland, den man als Weltkreis (Orbis) bezeichnet. Es ist ganz interessant, auf was man stösst, wenn man den Orbis in dieser Bedeutung sich vergegenwärtigt.

Heidegger in seiner ländlichen Denk-Art war ein orbitaler Philosoph, ein Quasi-Kosmonaut des Weltkreises, Umlands und des Wegs.
Deshalb bleibt es spannend, wenn man in Bezug auf Heidegger das Verhältnis von Stadt und Land einmal ganz physisch-thermisch benennt, sozusagen orbital.

Wie beschreibt sich das thermisch-informationelle Verhältnis vom Land zur Stadt? Oder von Weltkreis zu Stadtkreis? Der Weg zu Heidegger, durch ihn hindurch und über ihn hinaus verlangt nach einer Antwort auf diese Frage.

Die Umrandung der Stadt mit Schutzwällen, Stadtmauern und Wehrtürmen als Keimzelle jeder Zivilisation bleibt für die Sprach- und Philosophiegeschichte das Problem.

Was die Stadt erlaubt, was sie ge-stattet – als Keimzelle der Zivilisation, das schneidet sie zugleich auch – ab.

Aber von was?

Ein relevantes Fragen von Sprachkritik in der Sprache kümmert sich nicht um die Prägungen, Dialekte, Melodien, Mißverständnisse, nicht um Lautverschiebungen, um die Abschliffe, nicht um Veränderungen, nicht um Intentionalität, nicht um die Kulturrelativität oder das Rauschen zwischen verschiedenen „Individuen“ und Subjekten der Spracherfahrung. Dies alles sind eher Teil-Aspekte einer anderen, einer größeren und viel schwerer wiegenden Frage.
Das eigentliche Problem oder die große relevante Frage von Sprachbefragung für den Frager, der etwas Wichtiges über die Sprache erfahren will, lautet: Wie beschreibt sich das Verhältnis von Stadtsprache (Zeit) und Landsprache (Dauer)? Die wirklich relevante Frage jeder philosophischen Sprachkritik lautet:

Wie sehr ging eine Sprache durch die Stadt und wie lange übers offene Land?

Durch Stadttore hindurch ernährt sich die Stadt. Eingang und Ausgang. Zugespielt und vorgetragen, beäugt, kontrolliert, verzollt und ge-stattet – so erreichen die Dinge und Waren und Menschen die Stadt. Waren, Getreide, Tiere, Ernährung, Geschmeide und Brennholz – ebenso wie Neuigkeiten als Nachrichten zum Geschehen da draussen – können die Stadt nur erreichen über den Masken-Spalt der kontrollierenden und Zoll erhebenden Tore und Häfen. Deshalb bleibt „Die Stadt“ gegenüber dem Um-Land, dem Orbis, der zeit-habende und ver-arbeitende Raum. Die Stadt ist – gestattete Zeit. Ein Aufenthalt. Ein Status.

Eine Stadt wächst zu einer schranken- und mauer-vermittelten Ge-Stattung, während das Land als der Orbis drum herum strömt als der produzierende, der umwitternde und umwirkende Orbit. Das ernährende Blut als – der Lieferant der Stadt. Deshalb fühlt sich eine Stadt, ähnlich wie ein Gehirn, in ihrem Innern, ohne Dauer an. Die Stadt fühlt in ihrem Innern vielleicht Zeit, aber sie fühlt keine Dauer mehr. Denn die Dauer wirkt fühlbar orbital nur im Umland, dem Orbit der Stadt.

Die Stadt ist Ge-stattung, die in der Dauer gestattet ist. So jedenfalls über viele Jahrtausende.

Die Stadt steht – ohne Dauer – gestattet. Gestattet inmitten von Witterung und Wetter. Die Stadt – steht – gestattet – unweit von bestattet – wie das so treffend sagt – als Stadt. Sie hat Stadt.

Die Feinde der Stadt, ebenso wie ihre Ernährung, das Getreide, das Brennholz und auch Nachrichten von draussen – kommen von außen durchs Tor. Sie müssen immer durchs Tor. Durch die Schranken der Zollstationen und Stadtmauern hindurch wird, was da kommt, kontrolliert und ge-stattet. Und weil da dieses Aussen wirkt – deshalb ent-steht die Stadt. In der Stadt und hinter den gesicherten Mauern, kann – dann – in Ruhe – gestattet – gedacht, erkannt, verarbeitet werden, gespielt, getauscht, gerichtet, erwogen und erwählt. (Auch Städte, die an Flüssen oder Furten erwuchsen, hatten hier immer Einrichtung der fluss-seitigen Wehr – Zoll- Wach- und Kontrollstation. Nichts und niemand kam „einfach so“ in die Stadt hinein.)

Weil aber die Stadt nur über Stadtmauern und kontrollierte Einlass-Kanäle und Tore oder Häfen – sozusagen gequantelt – vom Umland ernährt werden kann, entsprechen die Stadtmauern in etwa der Funktion einer Blut-Hirn-Schranke. Die Stadt ist eine Art Gehirn, während das gefährliche, unbewachte chaotisch strömende Land drum herum dem orbitalen Blut entspricht, von dem nur manches kontrolliert Einlass erhält, während alles draussen bleiben soll, was Feind ist.

Die Stadt als Feier und Festung, das Fest des Landes. Brüter oder Brut-Stätte, die vom Orbis, dem Um-Land, bebrütet, beheizt und genährt bleibt, aber auch bedroht.

Weil die Stadt eine umrandete und umschlossene Ge-Stattung stehend stellt – deshalb kann man sie thermodynamisch und von innen her als zeitlos beschreiben – oder besser: als einen Ort mit einer eigenen Zeit. Oder besser: mit einer Innen-Zeit, dem eigenen Innenrhythmus – im Unterschied zur andauernden umströmenden IRREVERSIBLEN Dauer des Landes, welcher die Stadt wie ein andauernder Orbit umströmt.

Die Stadt bildet thermodynamisch in ihrem Innern eine starke Reversibilität aus. Sie neigt in ihrem Innern zu wiederkehrenden Routinen und Rhythmen, zu ganz innenstehenden Wiederholungen, man könnte sagen: Eine Stadt reflektiert und refferiert sich selbst an den Innenseiten ihrer Stadtmauer – ihrer Blut-Hirnschranke.

Die Stadt als etwas erbrütetes und Brütendes – in der Brühe des Landes.
Die Stadt als eine Art Ei.

Die Stadt „hat“ stehend und gestattend – Zeit. Das Land brütet die Stadt.

Die Stadt ist ein Zeit-Raum. Ei-gen.

Die Stadt erlöst ihre Bewohner vom an-dauernden Zeitdruck des Landes. Sie nimmt die Stadtbewohner hinein in eine Brut und brütet aus: Universitäten, neue Ideen und neue Worte, eigene Regeln, Handwerke, Muster, neue Fertigkeiten, Wortvielfalten, Wortwahlfreiheiten, Fachsprachen, Spezialgrammatiken, Jargons, Erfindungen – und vielleicht und später dann: schlüpft aus dem Ei der Stadt eine ganze große Zivilisation – zum Beispiel Griechenland, zum Beispiel Rom.

Im Status einer imperialen Zivilisation weitet und wächst sich die Innenzeit der Eizelle Stadt aus – auf ein ganzes imperiales Gebiet – ein ganzer Staat – so wie damals Athen.

Wenn das Ei der Stadt aufplatzt, dann schlüpft manchmal ein Imperium und wächst zum Staat.
Aber das markiert dann zugleich eine Phase, in dem der Orbit, als das umlandende Land als Weltkreis der Stadt für immer mehr Menschen generativ und allmählich in eine diffuse Ferne rückt.

Man könnte sagen: Die Städte „vergessen“, dass sie vom Umland lediglich: ge-stattet sind.

Und irgendwann hält sich die Stadt selbst auch für das Umland. Sie wird Staat.

Bei Ovid findet sich dazu eine sehr aufschlussreiche Bemerkung: „Andere Völker haben ein Gebiet mit festen Grenzen: Nur bei dem römischen deckt sich die Stadt mit dem Erdkreis“, (Fasti II)

Diese Sentenz von Ovid ist sehr aufschlussreich. Heute könnte man sagen, Ovid spricht davon, dass eine Zivilisation (damals die römische) irgendwann alles internalisiert und inventarisiert, so dass sich der Unterschied zwischen „System“ und „Umwelt“ beinahe ganz aufhebt. In einem römischen Imperium wie zu Ovids Zeiten gibt es sozusagen gar keinen Orbi mehr, weil alles Urbi geworden ist, also Stadt.

Ein ganz typisches Zivilisationsmerkmal, das aber leider auch Risiken und Nebenwirkungen zeigt.

Eine stehende und gestattete Stadt hinter den Mauern ihres „Zeit-Habens“, sei sie nun eine Stadt oder eine ganze imperiale Zivilisation, produziert irgendwann in ihrem Innern auch den Überschaum, die städtischen Moden, die Phantasien, das Geschwätz, das Gerede, die Faxen und das Geschwafel auf Marktplätzen und Statt-Plätzen, die Brot- und Spiele-Spiele, die Nuancen und immer mehr Nuancen, die Wucherungen und Abarten von Philosophemen und semiphilosophemischen Gewächsen… endlose Ausdifferenzierungen hinein in den Geräusche-Markt-Platz der Unterschiede – so – als die viel gewusste, schon oft beschriebene und seit Jahrtausenden bekannte und hochberühmte zivilisatorische Decadence – bis hin zur allmählich ungesünder werdenden Sophistik (die einmal als gesunde und notwendige Redekunst begann) – all das bleibt parasitäres aber eben auch schönes und angenehmes und verspieltes Nebengeräusch des Luxus – in der Lichtung – der Stadt.

Wenn sich die Stadt als Keimzelle von Zivilisation über die Mechanismen der imperialen Expansion zu einem Imperium ausweiten konnte – dann kommt irgendwann die DAUER zurück ins Spiel.

Was hat das nun mit Sprache zu tun?

Die Stadt innerhalb ihrer Grenzen in thermodynamischer Abschirmung und Schrankenvermittlung beeinflusst und überführt die Sprechgewohnheiten und die Sprachentwicklung vom Modus des nomadischen Zeitdrucks der DAUER (einer physisch ANSPRECHENDEN Sprache) in den Modus des städtischen „Zeit-Habens“ Und das bedeutet: In einer Stadt, als beinahe-geschlossenem System, wirkt die Entropie nach innen – auflösend, hochlösend oder einlösend.

Anders gesagt: Die Sprachen und das Sprechen innerhalb von Stadt verfeinern und mischen und atomisieren sich zu Sprachfeinheiten, Wortdifferenzen, Wortwahl-Freiheiten, Sophistikationen. Der Sprachgestus wandelt sich vom dringenden BE-RICHTEN und ER-ZÄHLEN in das kultiviertere REDEN und dann ins feine BE-SCHREIBEN, was zugleich den Übergang vom Sprechgestus zum Schriftgestus markiert.

Diese innerstädtisch-entropische Atomisierung und Verfeinerung der Sprache ist einerseits Segen, andererseits Fluch.

In dem eine solche Sprache vom physisch drängenden Gestus des Er-Zählens Be-Richtens in den kultivierten Gestus der Rede und des BE-Schreibens überwechselt, entfernt sie sich von der NOT-WENDUNG des physischen An-SPRUCHS, sie entfernt sich also von dem SCHREI, dem PULS, dem ATEM dem SCHUB dem SCHRECK, dem SCHOCK und der ZÄHLUNG von Sprache.

(Eine ganz simple Begründung hierfür geben auch die vielen steinernden Wände und Innenräume der Stadt. Die erfordern ein „leiseres“ – höf-licheres Sprechen. In Höfen und Innenräumen, sowie zwischen Wänden oder Mauern wirkt es eher unpassend, auf SCHUB und SCHRECK zu sprechen. Der „Rück-Knall“ von steinernden Wänden wäre auf Dauer unangenehm. Zum anderen ist die Stadt der Ort, an dem nichts mehr „zieht“ oder „schiebt“ oder hindurchzieht. Die Stadt ist nicht mehr der Ort des unmittelbaren Handelns im andauernden Zeitdruck, sondern des VER-Handelns auf Marktplätzen. Nicht mehr der Ort des physischen Sprechens im unbedingten An-SPRUCH, dafür ein Ort des Be-Sprechens auf dem Platz.

Es wird spürbar, wie der thermodynamisch umgrenzte „Gefäß-Status“ einer Stadt eine gar nicht zu unterschätzende Auswirkung auf jegliche Sprachentwicklung hat. Und es ist in diesem Zusammenhang sehr nachvollziehbar, wie zum Beispiel die META-PHER (Phore-Gefäß) als Sprachgefäß eben primär nichts zu tun hat mit „Schönheit“ oder mit „Eleganz“ oder mit „Geistes-Tiefe“ im lyrischen Erguss, nein – die MetaPHER ist eine Höf-lichkeit. Die Metapher oder das sprachliche Bild ist eine eher pragmatische Folge-Erscheinung von Stadtsprache. Denn die Metapher will selbst umranden, umschließen, bergen.
(Die meisten sogenannten Dichter von heute halten die Metapher für etwas Tiefes oder für etwas besonders Gewitztes, Geschicktes oder irgendwie Kitzliges. All dass kann sie heute manchmal sein, weil man sich an die Metapher gewöhnt hat, wie an etwas Naturgegebenes der Sprache. Was sie aber nicht ist. Die Metapher ist etwas, dass sich aus der sprachlichen Situation im Gefäß-Status Stadt ergeben hat.
Die Metapher ist eine HÖF-Lichkeit, ein Gefäß, mehr nicht. Man schreit sich in einer Stadt nicht mehr an oder hinterher, man ver-handelt und be-spricht, man tauscht in Sprach-Gefäßen auf Nah-Bereichs-Markt-Plätzen.

Aber was lauert nun als Fluch einer solchen sprachlichen Entwicklung, die man sich über Jahrhunderte bis Jahrtausende langsam ablaufend vorstellen muss?

Das Problem von Städten und Staaten, sprich: von Zivilisationen, die sich über mehrere Generationen halten, auswachsen und ausbilden – also DAUERN – entwickelt sich dann in der vierten und fünften und zehnten oder 30igsten Menschen-Generation nach der Gründung allmählich zu einer Art Sprachschwäche der Landlosigkeit. Das wäre sozusagen ein überbrüteter Zustand der Stadt im Status eine lange sich eingespielt habenden Zivilisation.
Nach Generationen der städtischen Dauer hat die Sprache ihre ursprüngliche Anbindung an die physische Not-Wendung verloren. Der PULS, der SCHRECK , der SCHUB, der SCHREI, der SPRUCH der Sprache, ihr rein mündlicher HAUCH ist jetzt über Generationen metaphorisch geborgen und eingehegt. Alles Sprechen kommt jetzt doppelbödig gepflegt, sophistisch sumpfig, ironisch mehrdeutig interpretierbar und feintönig daher. Es herrscht die Wortwahlfreiheit und die Feinheit, die metaphorische Erfindungsgabe und Gefäßmacherkunst. Das Sprecher-Ohr und das Leser-Ohr hört jetzt in die Differenzen der Sprach-Bruch-Wort-Echos und in die Metaphern-Schäume in der Sprachfläche; aber es ge-horcht kaum noch dem vertikalen physischen An-Hauch der Sprachphysis.

Die bergende Metaphore der Stadt hat in Zivilisationen irgendwann die gesamte Sprache umschlossen, sozusagen eingeschlossen, metaphorisiert – geborgen. Die Sprache selbst ist jetzt eine geborgene Sprache. Zuletzt vermischt sich diese geborgene Sprache mit geschriebener Sprache zu einem Gelehrten- und Kennerjargon, einer doppelt geborgenen Sprache, die fast nur noch redet, umspielt und zitiert, aber nichts mehr sagt.

Die wirkende Wahrheit aber, die Aletheia (griechisch: Das Unverborgene) kommt aus der wirkenden Physis und Physik einer Sprache, die selbst noch aus dem Ungeborgenen kommt, also nicht aus der Stadt, nicht aus der geborgenen Umrandung und Ummauerung, nein, die Wahrheit kommt aus dem Orbis, dem ernährenden Land, sie ist der Orbit. Aletheia kommt aus dem un-heimlichen und ungeschützten strömenden Weltkreis, dem kreisenden Orbis der Stadt. Die Aletheia als das Unverborgene und Un-Heimliche ist NICHT Metapher und Gefäß, sondern Fahrt und Gefahr, Knall und Fall, Schub und Puls, Hauch und Atem – das ist die Wahrheit. Die Wahrheit ist ein galoppierendes schnaufendes Pferd, das über offenes Land rennt – irreversibel – das ist die Aletheia.

Der überbrütete Zustand des Städtischen aber kann nun schon seit Generationen nichts mehr anderes aussprechen, und nichts anderes mehr bereden, als das Oft-Schon-Beredete. Die Stadt ergeht sich in Wiederholungen des Eingespielten, in Selbstwiederholung der überlieferten Routinen, Verkehrsregeln und Romane, der Spiele, Kommunikationen und Simulationen und Inventarisierungen. So rundet und umrundet, so schließt und umschließt eine Stadt-Sprache allmählich alles Sagen in ihr Gefäß. Man könnte auch sagen: Die Sprache wandert aus dem Sprechen ins Versprechen.

(Das Einwandern der Sprache aus dem Sprechen ins Versprechen metaphorisiert die Aktualität, den Atem und den Puls eines Geschehens in ein Gefäß hinein, umschließt es dort wie in einer bemalten Amphore oder Vase, dessen Aufnahmefähigkeit offenbar nicht unendlich groß ist. Ein Versprechen ist ein Gefäß zur Aufbewahrung von Zukunft und will irgendwann wieder sich ausgießen oder eingelöst sein in Handeln und Geschehnis.)

Die späten und Xten Generationen der Stadt sind dann die zweiten und dritten und vierten und Xten Generationen nach einem lange zurück liegenden, kaum noch erinnerten Gründungsakt der Ge-Stattung. Diese späten Generationen sprechen jetzt hochverfeinert, aber ihre Feinheit gleicht dem eines Souflés. Die Feinheit der Sprache bleibt substanzarm, blutleer und bodenlos. Diese späte und überbrütete Generation in den Städten ist immer schwer gesprächig und beschäftigt, und dabei hoch reizbar, verletzlich und gelangweilt. Die späte Generation ist ausserordentlich gebildet und kenntnisreich, unterscheidungsfähig, aber existenziell verdummt und immer ein bisschen bodenlos. Habituell aktiv und verspielt, aber ziellos und ungeerdet. Diese städtisch-zivilisatorisch aufgewachsenen Spät-und Folge-Generationen geben dann den Typus des Dandys, des Zynikers (oder Kynikers), des Flaneurs, des Eleganten, des Künstler-Bohemiens, des Satirikers, des Kritikers im „Querdenkertum“ oder im „Dagegen-Sein“ oder den Stoiker, den intellektuellen Stadtstreicher, den „Provokateur“ oder oder…All das, diese ganze Entwicklung der städtischen Sprache, kann man in den Literaturen und Berichten aus römischer und spätrömischer Zeit bereits herauslesen, manchmal auch aus griechischer Zeit in Folge einer imperialen Entwicklung, sofern überliefert. Auch in römischer Zeit gab es schon den „witzigen Skeptiker“ , den „zynischen Intellektuellen“ – den „Satiriker“ ebenso wie den „mythisch Raunenden“, den „Reiseschriftsteller“ den „Abenteurer“, den „ewigen Aussenseiter“ den „Großphilosophen“, den „Staatsdichter“ , den „Erotiker“ den „epikuräischen Gleichgewichtler“ etc…
Aber schon ein Ovid sagt zu seiner Zeit nichts Neues mehr. Auch ein Ovid schreibt nur noch um, dreht und wendet alte Stoffe und schreibt sie noch einmal auf. Auch er bereits ein aus dem Sprechen ins Versprechen ausgewanderter. Er zitiert und zitiert und zitiert….aber das tut er hübsch, fein, silbrig glänzend, melodiös und urban vertratscht. Aber auch bei ihm ist der Eros nur noch „Stoff zur Rede“ Auch er ist schon ganz „Stoff-Redner“ von „Stoffen“ aus längst beredeten Archiven und vergangenen Zeiten. Seine Verbannung war eher ulkig, Sport.

Heiner Müller fällt mir hier kurz ein. Er hat sich einmal die Frage gestellt, warum der Historiker Theodor Mommsen keinen 4. Band der römischen Geschichte mehr geschrieben hat. Dieser 4. Band hätte den Zeitabschnitt behandeln sollen, in dem auch ein Ovid lebte, die beginnende Kaiserzeit. Müller interpretiert das „Schweigen“ von Theodor Mommsen, den nicht mehr geschriebenen Band über diesen Abschnitt der römischen Geschichte mit einer gewissen Lethargie des Historikers. Mommsen habe nicht mehr „die Leidenschaft gehabt“, diesen Abschnitt der römischen Geschichte aufzuschreiben – warum nicht? Die Antwort, die Müller aus Briefen von Mommsen herausfühlt, lautet: „Nur noch Klatsch und Hoftratsch, Getändel, Spiele, Intrigen und die üblichen Scharmützel“ Die mit Augustus beginnende Kaiserzeit war für den Historiker nicht mehr interessant. Für diesen Abschnitt findet sich in den historischen Archiven nur noch Klatsch und Hoftratsch und „silbriges Latein“ Mit anderen Worten: Für den Historiker Mommsen hat dieses Rom der Geschichte nichts mehr zu erzählen, ausser seine Innenberichte. Die Archive erzählen fast nur noch Innen-Status. Kaum noch Dynamis.
Die Sprache und das Latein dieses Zeitabschnitts ist g e b o r g e n. Warum soll man so etwas noch einmal als Historiker aufschreiben? Dazu hatte der Historiker Mommsen keine Lust mehr.
Ich nehme diese Geschichte hier als Verweis auf den Zustand von imperialer Stadtsprache, die ganz in eine g e b o r g e n e Gefäß-Sprache eingemündet ist. In solchen Zeitaltern haben die „Dichter“ Hochkonjunktur, welche die „FORM“ wahren und das „MAß“ umspielen.

Das, worauf Heidegger hinauswollte, ist oder war etwas ganz anderes. Heidegger wollte auf die Aletheia hinaus, das Unverborgene.
Das Unverborgene aber ist, wie gesagt, NICHT Form und NICHT MAß und NICHT Stadt. Das Unverborgene ist keine Inventarisierung, sondern STRÖMUNG.
Obwohl sich auch bei ihm manchmal Formulierungen finden, die nach Maßgabe seiner eigenen Methodik unvollendet wirken, in denen er nuschelt und murmelt und man beim Lesen öfter denkt: Warum sagt er es nicht noch deutlicher? Warum murmelt er so?
Und während man das denkt, findet sich dann plötzlich diese Passage:

„Das Wort „Wage“ bedeutet im Mittelalter noch so viel wie Gefahr. Das ist die Lage, in der etwas so oder so ausschlagen kann. Darum heißt das Gerät, das sich in der Weise bewegt, daß es so oder so sich neigt, die Wage. Sie spielt und spielt sich ein. Das Wort Wage in der Bedeutung von Gefahr (Anmerkung T.B.: etwas wagen.) und als Name des Gerätes kommt von wägen, wegen, einen Weg machen, d. h. gehen, im Gang sein. Be-wägen heißt auf den Weg und so in den Gang bringen: wiegen. Was wiegt, heißt so, weil es vermag, die Wage so oder so ins Spiel der Bewegung zu bringen. Was wiegt, hat Gewicht. Wagen heißt: in den Gang des Spieles bringen, auf die Wage legen, in die Gefahr loslassen.“

Houston – das war Heidegger at his best. Das war das Space-Shuttle mit dem Namen Martin Heidegger. Das war Denken. Und es weist, wie man jetzt wissen kann, auf den Vergleichsprozess der Thermodynamik. Wer von der Wage und vom Wagen spricht, – vom Erwägen, der spricht letztlich – und im Innern der Ge-Fahr – vom thermodynamischen VerGleichsProzess – der auch ein Ab-Wägen oder Vergleichen in GeFahr verfolgt – das ins Spiel bringen des Ver-Gleichs im Ab-Gleich zu einer Strömung….oder kognitiver: Den kognitiven Ver-Gleichs-Prozess, dessen es bedarf, damit ein Gehirn überhaupt etwas einschätzen oder vergleichen kann.

…und weil hier an anderer Stelle einmal etwas Abschätziges über Rilkes „Kitschgedichte“ gesagt wurde, soll hier einmal ein wirklich Gutes von ihm lobend beigestellt sein. Nicht deshalb, weil Heideggers Text sich auf dieses Gedicht bezieht, sondern weil es Rilke selbst als jemanden zeigt, der sich Gedanken macht – erstens, und zweitens, weil dieses forschende Gedanken-Machen sofort das Versmaß lockert und ihm die Parfümierung nimmt.

„Wie die Natur die Wesen überläßt dem Wagnis ihrer dumpfen Lust und keins besonders schützt in Scholle und Geäst, so sind auch wir dem Urgrund unsres Seins nicht weiter lieb; es wagt uns. Nur daß wir, mehr noch als Pflanze oder Tier mit diesem Wagnis gehn, es wollen, manchmal auch wagender sind (und nicht aus Eigennutz), als selbst das Leben ist, um einen Hauch wagender …. Dies schafft uns, außerhalb von Schutz, ein Sichersein, dort, wo die Schwerkraft wirkt der reinen Kräfte; was uns schließlich birgt, ist unser Schutzlossein und daß wirs so ins Offne wandten, da wirs drohen sahen, um es, im weitsten Umkreis irgendwo, wo das Gesetz uns anrührt, zu bejahen.“

Dieses Gedicht von Rilke kann man lesen als eine positive Widmung ans Space-Shuttle. Das Gedicht wurde 1924 improvisiert oder: entworfen – könnte man sagen, und zählt zu den sogenannten späten Gedichte von Rilke. Und es ist ein gutes Beispiel für eine nichtdumme Dichtung, die keine Ab-dichtung ist.

Das Kribbelige dran bleibt nun, dass die Heidegger-Anmerkung zu dem Rilke-Gedicht sich in einem Band findet, der „Holzwege“ heißt mit der schönen Überschrift: „Wozu Dichter?“ – eine Frage, die wiederum einem Hölderlin-Gedicht entnommen wurde mit der Zeile: „Wozu Dichter in dürftiger Zeit?“

Nach mehrmaligem Lesen dieses Textes innerhalb der letzten Jahre, glaube ich, dass genau dieser Text den ganzen Heidegger zeigt in seiner Stärke aber auch in seinem, tja, wie soll man sagen… Ungelösten, seiner Schwäche? Oder womöglich in einem schweren Missverständnis? Entscheidend bleibt eben das „zu“ in Wo-zu? – was ja als ein Wo-hinaus? oder Wohin? gemeint ist.

Das Ungelöste bei Heidegger blieb eben, dass er womöglich nie ganz deutlich ausprechen wollte oder begründen oder beschreiben konnte, warum die Sprache selbst zur Technik gehört oder selbst Technik-Charakter hat, also selbst etwas Physisches bleibt und eben nichts Metaphysisches.

Hier in diesem Text – „Wozu Dichter?“ – kommt er aber sehr nah heran, in dem er davon spricht, wie das Sagen selbst als ein „Handhaben“ wirkt. Weil der Mensch die Sprache HAT. Trotzdem spricht er dann beinahe im selben Atemzug: „Logik gibt es nur in der Metaphysik“ Und das stimmt eben nicht. Das ist falsch. Seit Gödel macht eine solche Aussage keinen Sinn mehr.
Weil schon die Differenz zwischen Physik und Metaphysik „Logik hat“. Anders gesagt: Die Aussage: „Logik gibt es nur in der Metaphysik“ ist selbst bereits eine ganz physische Logik – weil eine verteilende und zuteilende L o g i s t i k. Und diese Logik als Logistik erzeugt sich an der Blut-Hirn-Schranke. Sie ge-stattet die statistische Primär-Organ-isation allen „Habens“ und „Handhabens“ in einem ab-wägenden Vergleichsprozess – der Homoöstase – sie stellt die Mauer und das Tor zwischen Stadtkreis (Gehirn) und Weltkreis (Blut, Orbit)

Trotzdem geht dieser Heidegger-Text „Wozu Dichter?“ sehr weit; so weit, bis Heidegger sich einen Dichter vorstellt, der – Zitat: „…das Wesen der Dichtung selbst frag-würdig findet.“

Damit hat er Recht – mit diesem „fragwürdig“.

Das bleibt dann wieder gut erspürt, weil man jetzt, nach der eingehenden Studie zur Space-Shuttle-Main-Engine und zum Vergleichsprozess deutlich erkennt, wie die Technik selbst Dichtung und
Ge-Wichtung ist. Ein Wagen im VerGleich. Das Space-Shuttle selbst ist ein Ge-Dicht und ein Ge-Schöpf. Und als Ge-Dicht gehört es sogar zu den „wagenden“ Ge-Fährten des Rilke-Heideggerschen „Weltinnenraums“ Das Space-Shuttle ist – wie alle Technik – auch ein Ge-Schöpf der Thermik, ein Ge-Fährt der Gravitation.

Die Bemerkung von Robinson Jeffers, Mathematiker und Physiker bauten mit falschen (Ver-)Gleichungen (Er-WÄGUNGEN) richtig funktionierende Dinge, liest sich jetzt umgekehrt dionysisch. Das Donnern des Space-Shuttles in der ver-Dichteten Strömung wäre ein mythisches Donnern des wagenden Vergleichs zum aufsteigenden Abgrund.
Aber als Gott des Weines, des Besäufnis und des Alkohols bleibt er auch zuständig für die Blut-Hirn-Schranken-Wartung, und damit ein wartender LOGOS – als ein Schrankenwärter, Logistiker und Verteiler, der im Primär-Vergleich der Homoöstase die Schranke hebt und senkt, die Erinnerung an das wach hält, was URBI et ORBI – Stadtkreis und Weltkreis – vermittelt.

Ich habe hier an anderer Stelle schon einmal überlegt und wohl auch genügend begründet, warum ausgerechnet die deutsche Sprache eine starke Anbindung an das Unverborgene hält und damit dem orbitalen Fahren, dem Wagen, und der Gefährnis näher liegt als das „silbrige Latein“ der stehenden Städte. Denn das Deutsche war lange Zeit weder maßgebliche Schriftsprache noch städtische Zivilisationssprache. Ihr Puls, ihr Hauch, ihr Atem, ihr Schub speist sich aus dem orbitalen und ländlich-nomadischen Schub-Zug der Unruhe und Geleise.

Man kennt eine Redewendung, die sagt: „Hier bist du mit deinem Latein am Ende.“ Man könnte erweitern: „Hier kommst du nur noch deutsch weiter.“

Heideggers Er-Wägungen zur Wage und zum Wagen in Ge-fahr – kann man jetzt direkt anwenden auf die Physis des thermodynamischen Vergleichsprozess, der nichts anderes meint als ein physisches Abwägen – in Kalkulation einer thermisch irreversiblen Strömung, die der Hauch ist.

Was nicht weniger bedeutet als der Beweis, dass Sprache wirklich und tatsächlich wahrheitsfähig sein kann, in dem sie das Unverborgene – s a g t.

Aber wer dies annehmen soll, muss vielleicht – hier in diesem Fall – wirklich ein geborener und nativ deutscher Muttersprachler sein.

Epilog:

Städte und Zivilisationen sind notwendig, folgerichtig und nichts Schlechtes. Aber alle Tragödie nimmt ihren Lauf, wenn die Stadt das Land oder den Weltkreis „vergisst“.

Die großen tragischen Texte handeln davon.

Troja, eine Stadt, die sich nur noch als reine Festung definiert, fällt irgendwann furchtbar um.

Oder anderes Beispiel: Man muss sich sehr genau überlegen, ob man eine Medea, die man „draussen vor der Stadt“ kennenlernt…man sollte sich also gut überlegen, wie man diese Medea dann im Nachhinein behandelt.

Und man wird sich auch, wenn man Pentheus heißt, zweimal überlegen, ob es wirklich vorteilhaft ist, auf einen geschlossenen Stadt-Status zu beharren, falls man danach doch irgendwann einmal „da draussen – vor der Stadt“ auf einen Baum klettert.

ET CETERA PI PI

Auch die Erde ist bloß ge-stattet. Ein größerer Astereoid, kann sie jederzeit zum Troja machen.

Heideggers Feld,- Wald,- und Wiesen-Gestus, seine Sondierung des Unverborgenen galt und gilt dem Orbit als dem ORBIS – dem Weltkreis, der die Stadt ge-stattet.
Deshalb bleibt sein Denken konstruktiv nach vorn gerichtet und nicht rückwärts gewandt. Eine Zivilisation, wenn sie nicht so enden möchte, wie bisher alle Zivilisationen, braucht den dringenden und bewussten Kontakt mit ihren Rändern und Grenzen. Dem Orbit. Einerseits, damit sie sich weitet, andererseits – damit sie sich als zu – ver – lässig (verlassens-fähig) formuliert.
Binnenspannung versus Aussendrift. Wenn der Planet „die Stadt“ ist oder „die Stadt“ sein will, dann muss er eine wagende Verbindung mit dem Orbit aufnehmen. Er darf sich nicht einigeln. Deshalb ist und bleibt alle Raumfahrt notwendig.

Kultur, Sprache und insbesondere die Literatur wird langweilig, stumpf, und sie verblödet, wenn sie nicht versteht, dass Techné selbst immer die stärkere Dichtung ist. Eine große Weltdichtung, neben der alle reinen Texte auf Papier, solange man sie nur liest, anstatt sie zu denken, immer in Atem-und Beweisnot stehen.
Der Rest ist Tratsch und Hofklatsch.

Im Kopfhörer: Helicopter aus Porzellan.

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